France 2 & Charles Enderlin gegen die Wahrheit: Gekränkte Unschuld

Einer noch immer abrufbaren Meldung der deutschsprachigen Abteilung der “Nachrichtenagentur” AFP vom 30. März 2010 ist zu entnehmen, daß “israelische Soldaten [..] einen jungen Palästinenser im Süden des Gazastreifens erschossen” haben:

“Der 15-Jährige sei durch mehrere Schüsse getroffen worden, als er sich der Sperranlage zur Grenze nach Israel genähert habe, sagte der Chef der palästinensischen Rettungsdienste in Gaza, Moawija Hassanein, der Nachrichtenagentur AFP. Demnach ereignete sich der Vorfall nahe des verlassenen Flughafens von Gaza östlich der Stadt Rafah.”

Diese Meldung ist falsch. “A Palestinian teenager reportedly killed by Israeli forces has returned home alive and well”, meldete die Maan News Agency am 2. April 2010. Dennoch sah man bei AFP Deutschland keine Notwendigkeit, sich zu berichtigen:

“Grundsätzlich werden Fehler, wenn sie in unserem Dienst auftreten, sorgfältig berichtigt bzw. Informationen, die eine komplett andere Wendung nehmen, entsprechend bearbeitet. Dabei müssen wir allerdings auch strikt das Gebot der Aktualität beachten, so dass wir im konkreten Fall nun nicht mehr tätig werden können.”

Die versuchte Verleumdung Israels scheiterte in diesem Fall nicht an der Wahrheitsliebe deutscher Journalisten, denn für die bleibt es, des “Gebot[s] der Aktualität” wegen, dabei: “Israelische Soldaten töten 15-jährigen Palästinenser”.

Erfolgreicher war und – leider – ist Pallywood im Fall des angeblich im September 2000 durch israelischen Beschuß getöteten Mohammed Al-Dura. Die Nachricht seines “Todes” setzte im französischen Staatsfernsehen Charles Enderlin in die Welt.

Der Journaillist erweckte unter Verwendung geschnittener Aufnahmen und bis heute erfolgreich den Eindruck, der Junge sei während eines Feuergefechts zwischen “palästinensischen” Terroristen und israelischen Sicherheitskräften durch letztere gezielt erschossen worden.

Während Mohammed Al-Dura in der “arabischen Welt” zum “Märtyrer” aufstieg, nach dem Straßen und Plätze benannt wurden, dem zahlreiche Staaten Briefmarken widmeten, hinterfragte der Analyst Philippe Karsenty die Darstellung Charles Enderlins.

Der Journaillist und sein Sender France 2 reagierten auf die Zweifel, die sich im Laufe der Zeit erhärteten, sauer: Sie fühlten sich verleumdet und zogen gegen Philippe Karsenty vor Gericht, während sie sich zugleich weigerten, an Untersuchungen zu partizipieren.

Dabei kann heute zweierlei als einigermaßen sicher gelten: Falls überhaupt Ende September 2000 ein “palästinensischer” Junge in einem Feuergefecht getötet wurde, so ist er nicht durch israelische Kugeln getötet worden.

“A report presented to a French court last week by an independent ballistics expert maintains that the death of Mohammed al-Dura [..] could not have been the result of Israeli gunfire, corroborating claims that the shocking footage was doctored. [..]

In his report, Schlinger wrote, ‘If Jamal [the boy’s father] and Mohammed al-Dura were indeed struck by shots, then they could not have come from the Israeli position, from a technical point of view, but only from the direction of the Palestinian position.’”

Wahrscheinlicher ist jedoch, daß Mohammed Al-Dura noch lebt. 2009 belegten die Journalisten Esther Shapira und George M. Hafner, “dass es keinerlei Beweise gebe, Mohammed al-Dura sei in der berühmten Filmszene getötet und sein Vater ernsthaft verletzt worden”.

Und immerhin war bereits 2008 ein französisches Gericht zu der Einschätzung gelangt, daß “das Ausmaß des Zweifels am Filmmaterial im Fall al-Dura eine sorgfältigere Analyse rechtfertigt”, daß also “Zweifel [..] durchaus legitim” seien und eben “nicht verleumderisch”.

France 2 und Charles Enderlin finden gleichwohl weiterhin, an ihrer Arbeit sei nichts auszusetzen, Nachfragen verleumderisch. Vorerst letztinstanzlich stimmte ihnen nun ein Gericht in Paris zu und verurteilte Philippe Karsenty zu einer Strafe in Höhe von 7.000 Euro.

Auch eine israelische Untersuchung konnte das Gericht nicht beeindrucken, die zu dem Ergebnis kam, “contrary to the report’s claim that the boy is killed, the committee’s review of the raw footage showed that in the final scenes, which were not broadcast by France 2, the boy is seen to be alive.”

Philippe Karsenty ist unbedingt zuzustimmen, kommentiert er das jüngste Urteil, “I think it is a dark day for French democracy and I think it is a dark day for the truth”. In Frankreich darf man Fälschern ihre antisemitische Lüge nicht mehr belegen und zum Vorwurf machen.

tw24

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