Das Ende des Ludwig-Börne-Preises – Über den „post-humanistischen Denkraum“ des Peter Sloterdijk

Die Grundsteinlegung für das Stadtschloss in Berlin im Juni 2013, Angela Merkels biederfraulicher Nationalismus sowie die Vergabe des Ludwig-Börne-Preises am 16. Juni 2013 an den Philosophen Peter Sloterdijk zeigen nachdrücklich, dass dieses Land eine Zukunft für die Vergangenheit hat. Deutschland boomt. Seit dem ‚Fußball-Sommer‘ 2006 sieht man so viele Deutschlandfahnen, schwarzrotgoldene Aufkleber und Devotionalien an Balkonen, Autos, Häusern oder Kleidern wie noch nie. Laut einer internationalen Umfrage der BBC in über 20 Ländern ist Deutschland das beliebteste Land der Welt. Das zeigt z.B. wie wichtig und raffiniert Diplomatie und globale Werbekampagnen großer Unternehmen oder der Politik sind, und es zeigt ebenso dass wenige Menschen sich mit einem Land, seinen Bewohnern und seiner Sprache kritisch befassen. Kein Wunder: die wenigsten Interviewten werden Deutsch können und kaum jemand der Interviewten analysiert oder kritisiert deutsche Ideologie oder die politische Kultur in diesem Land der letzten Jahrzehnte.

Also zählt nur das Offenkundige: Seit 1945 hat Deutschland keinen Weltkrieg mehr angefangen und also sei es ein friedliches Land. Nach dem 11. September 2001 ist das Land zudem auf einem rot-grünen „deutschen Weg“ (früher hätte man es den Heideggerschen „Holzweg“ genannt), entgegen dem imperialistischen und bösen Amerika, wie die Braunen und Schwarzen anerkennend registrierten. Bravo, Germania, schallt es allenthalben.

2012 bekam die anti-israelische Agitatorin Judith Butler den Adorno-Preis der Stadt Frankfurt.[ii] Mehr konnte der bekannteste Kopf der Kritischen Theorie kaum beleidigt werden. Und nun wieder eine Beleidigung für einen großen Denker, wenn abermals die Stadt Frankfurt am Main, die heimliche Bundeshauptstadt seit 1945, direkt involviert ist, Peter Sloterdijk den Ludwig-Börne-Preis zuzusprechen.

1999 forderte Sloterdijk in einer Rede auf Schloss Elmau „Regeln für den Menschenpark“, und meinte damit biologische und gentechnische ‚Möglichkeiten‘ der ‚Optimierung‘ von Einzelnen. Er umarmte sein Vorbild Martin Heidegger, der als „kleiner schlauer Mann aus Meßkirch“ liebkost wird, und dessen „Brief über den Humanismus“ von 1946 wie folgt:

Weiterlesen bei Clemens Heni…

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