Was ist eigentlich aus der Exhumierung des Jassir Arafat geworden? Eine Spurensuche

MOELLEMANN VISIT PLO FUEHREREr war wohl eine der schillerndsten Figuren der arabischen Welt des 20. Jahrhunderts. Mitbegründer der PLO und Fatah, bekennender Terrorist, der jahrzehntelang Attentate, insbesondere gegen israelische Ziele, verübt hat -ein Verbrecher also- und Träger des Friedensnobelpreises: Jassir Arafat.

Vor allem aber war er, dessen politischer Stern seit dem Einmarsch des Irak in Kuweit 1990 und endgültig mit der Zweiten Intifada gesunken war, in den letzten zehn Jahren seines Lebens eines: eine Symbolfigur. Symbol für die Palästinenser und die Arabische Welt. Symbol für den Kampf für ein „freies Palästina“, wenngleich die Forderung nach einem „freien Palästina“ sich meist im Bekämpfen und Vernichtenwollen des Staates Israel erschöpfte, und sich gegen Zivilisten richtete; also eben kein Freiheitskampf war, sondern Terrorismus. Symbolfigur aber auch für die internationale Linke. Die von Arafat mitbegründete Fatah ist bis heute beratendes Mitglied der Sozialistischen Internationalen (aktueller Präsident: der sozialistisch hochbegabte Georgious A. Papandreou) und der Sozialdemokratischen Partei Europas. Nun haben auch Symbolfiguren die Eigenschaft, sterblich zu sein. Arafat ereilte sein Schicksal am 11. November 2004. Als todesursächlich wurde eine Hirnblutung festgestellt, nachdem er bereits seit einiger Zeit unter Verdauungsproblemen und allgemeiner Auszehrung gelitten hatte. Das kommunistische nordkoreanische Regime ordnete eine dreitägige Staatstrauer für den engen Freund des nordkoreanischen Volkes an, und in den Palästinensergebieten war der Teufel los. Israel sah sich aus Furcht vor Terrorattacken gezwungen, die Grenze abzuriegeln, die terroristischen Al-Aqsa-Brigaden benannten sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Symbolfiguren sterben nicht einfach so.

Bereits früh wurde Israel unterstellt, Arafat ermordet zu haben; insbesondere die Witwe Arafats befeuerte derartige Spekulationen. Gleichwohl verbot sie den Ärzten des Militärkrankenhauses Percy in Clamart bei Paris, wo Arafat zuletzt behandelt worden war, die näheren Umstände zur Todesursache bekannt zu geben. Auch einer Autopsie stimmte die Witwe nicht zu. Eigentlich könnte dieser Artikel hier enden; allzu leicht zu durchschauen ist dieses Spiel. Der Tod Arafats sollte gegen Israel instrumentalisiert werden; die Witwe Arafats befeuerte unbelegte Vorwürfe gegen Israel und verpaßte denen, die es wissen konnten, einen Maulkorb. Es ging wohl auch um Geld.­

Die Spekulationen rissen über die Jahre jedoch nicht ab. Ihm sei das HI-Virus „injiziert“ worden (einem 75jährigen in Zeiten bereits guter medikamentöser Behandelbarkeit der AIDS-Erkrankung und mehrjähriger Inkubationszeit!) und dergleichen Verschwörungstheorien mehr. Zuletzt sollte es eine Poloniumvergiftung gewesen sein. Nachdem der regimekritische russische Publizist und Ex-KGB-Agent Alexander Litwinenko 2006 unter den Augen der Weltöffentlichkeit an den Folgen einer Vergiftung mit dem radioaktiven Schwermetall Polonium-210 gestorben war, erfuhr auch die Vergiftungstheorie zum Tode Arafats erneuten Auftrieb.

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