Man wird ja noch zitieren dürfen…

Ulrich W. Sahm

Sigmar Gabriel, SPD, hat schnell eingesehen, dass sein Vergleich Israels mit Apartheid ein peinlicher Fehltritt war. Nachdem er erfahren hatte, dass sein Vater ein Nazi war und dass seine Tochter jüdische Vorfahren hat, die in Auschwitz ermordet wurden, zögerte er nicht, in einem Interview mit der Jüdischen Allgemeinen den Apartheid-Vorwurf gegen Israel zurückzunehmen und auf ein uraltes Mittel der Antisemiten zurückzugreifen: „Ich würde den Apartheid-Vergleich heute aus israelischen Zeitungen zitieren, denn dort taucht er in den politischen Debatten auch immer wieder auf.“ Richtig. Den Israelis sei im internen Diskurs im Rahmen ihrer Demokratie jegliche Kritik zugestanden.

Im „alten“ Testament, im Talmud und in der Zeitung “Ha’aretz” findet jeder Antisemit von Luther, über Reuchlin bis Marr und Hitler alles, was man benötigt, um die Juden als übelste Verbrecher abzustempeln. So kann Gabriel seine rassistischen und gehässigen Vergleiche auch künftig verbreiten, indem er sich wider besseren Wissens auf Amira Hass oder Gideon Levy oder andere „semitische“ Juden wie die “Tochter” oder Felicia Langer beruft. Politische und weltanschauliche Ansichten sind schließlich keine persönliche Angelegenheit, sondern rassisches Erbgut. Kein Wunder, dass die Rasse der Bayern eher CSU wählt, während die rassisch wohl verdorbenen Ossis eher für die „Die Linke“ oder die NPD stimmen.

Was würde wohl Sigmar Gabriel sagen, wenn man als deutschen Kronzeugen für ihn, seine SPD oder gar Deutschland als Ganzes Horst Mahler oder die National- Zeitung heranziehen würde. Mahler ist doch Deutscher und dessen Ansichten darf man doch zitieren, und dann ist es authentische Kritik an Deutschland. Genauso sind Zitate aus “Ha’aretz” kein Antisemitismus, sondern authentische jüdische Kritik an Israel.

Wenn er „nur“ israelische Ansichten zitiert, kann Gabriel niemand vorwerfen, ein Antisemit zu sein, denn Juden können doch als Semiten keine Antisemiten sein. Ob die Juden aus Russland, Polen; den USA und anderen Ländern, die keinerlei semitische Sprache sprechen oder verstehen, als „Semiten“ bezeichnet werden können, sei dahingestellt.

Und Semiten sind alle Völker, die wie die Ägypter im 6. Jahrhundert mit der arabischen Eroberung eine Genwäsche durchmachten, als sie anstelle nicht-semitischer Sprachen das Arabische angenommen haben. Vorher waren die Ägypter nämlich keine „Semiten“, weil sie Griechisch oder Pharaonisch gesprochen haben.

Die Nazis und ihre Rassentheorie lassen grüßen. Gabriel muss wohl das Kriegsende 1945 verpasst haben, als in Deutschland die Rassentheorie der Nazis amtlich abgeschafft wurde. Aber hier und da lebt sie noch.

achgut

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Eine Antwort zu Man wird ja noch zitieren dürfen…

  1. Peter Kossatz schreibt:

    Prima Kommentar.
    Dass einem „Politprofi“,wie dem Gabriel, so ein“ Freud’scher“ durchgeht, ist schon wieder beruhigend. In puncto- Juden – sind Gabriel ,aber auch Nahles, konsequent halsstarrig.

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