CSD Toronto diskutiert Ausschluß anti-israelischer Gruppe

Im kanadischen Toronto bereiten Veranstalter und teilnehmende Organisationen der LGBT-Community den Ausschluß ungebetener Teilnehmer an der diesjährigen Gay-Pride-Parade vor: Eine anti-israelische Gruppe, der von Kritikern auch direkter Antisemitismus vorgeworfen wird, möchte die CSD-Parade zur Darstellung ihrer anti-israelischen Ideologie nutzen.

Zeitgleich debatiert der Stadtrat von Toronto darüber, dem CSD die Zuschüsse in Höhe von 125.000 Dollar zu streichen, wenn der extremistischen Gruppe die Teilnahme ermöglicht wird. Stadträte kritisieren, die Teilnahme der Gruppe nicht nur den israelischen Staat über die Grenzen legitimer Kritik hinaus dämonisiert, sondern auch antisemitische Übergriffe gegen jüdische Bürger in Toronto provozioeren würde.Wie die Tageszeitung „Star“ in ihrer Ausgabe vom vergangenen Montag berichtet, sieht die Rechtsabteilung der Stadt Toronto wenig Aussichten, von sich aus die Teilnahmer der Gruppe mit einem Paradewagen zu verbieten. Vor einem ähnlichen Dilemma stehen bekanntlich auch die Veranstalter des Kölner CSD, bei dem eine rechtsradikale Gruppe mit einem eigenen Paradewagen mitfahren will.Inzwischen haben die ersten schwullesbischen Gruppen der kanadischen Metropole bereits Protestaktionen gegen einen eventuell mitfahrenden Paradewagen der umstrittenen Gruppierung angekündigt. Sie verweisen dabei nicht nur darauf, das Israel weltweit führend in der Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ist, sondern auch etwa in den PA-Gebieten verfolgten Schwulen, Lesben, Bi- und Transsecuellen Aufnahme und Schutz bietet.

Aktivisten warnen auch davor, das durch eine Teilnahmer der Gruppe das Anliegen des CSD in sein Gegenteil verkehren würde.

Tatsächlich führte das agieren mit Drohgebährden durch anti-israelischer Gruppen dazu, das 2011 beim CSD in Berlin eine vom CSD-Veranstalter eingeladene Gruppe jüdischer Schwuler und Lesben aus Tel Aviv auf das Zeigen des Davidsterns vorsorglich verzichtete – was zu heftiger Kritik in allen demokratischen Parteien und in der LGBT-Community führte.

Wie das schwullesbische Onlinemagazin queer.de gestern meldete, hat die umstrittene Gruppe inzwischen den Vorwurf des Antisemitismus zurückgewiesen, auf die anderen Vorwürfe wurde bislang nicht eingegangen.

haolam

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