Realitätsverweigerung

Anfang 2012 mußten in Ramallah und Jerusalem stationierte Repräsentanten der EU etwas tun, das sie einige Überwindung gekostet haben dürfte. Gewohnt, in der Existenz Israels, israelischer Politik oder “Siedlern” ein “Friedenshindernis” zu sehen, waren sie nun herausgefordert, bisher Unerhörtes zu kommentieren:

“The EU missions in Jerusalem and Ramallah condemn the Mufti of Jerusalem’s inflammatory speech on January 9 at a rally marking the 47th anniversary of Fatah’s founding. [..]

[T]he EU firmly rejects ‘any advocacy of national, racial or religious hatred that constitutes incitement to discrimination, hostility or violence’.”

Während die NGO Palestinian Media Watch (PMW) die Rede Muhammad Husseins bereits am 15. Januar dokumentiert hatte, brauchten die Vertreter der Europäischen Union rund zwei Wochen mehr, sie als das zu identifizieren, was sie ist: ein von antisemitischem Haß erfüllter Aufruf zum Genozid an Juden.

Dieser Erkenntnis folgten gleichwohl weder ein statement Catherine Ashtons, der “Außenministerin” der EU, noch sonstige Taten. Dabei gehört Europa zu den Hauptsponsoren der “Regierung” in Ramallah, deren Chef Abu Mazen den Mufti von Jerusalem ernannt hatte und die sich hinter dessen Worte stellte.

Mehr noch: Kritik an ihnen sei, wie Sheikh Yusuf Ida’is, der Chef des Abu Mazen unterstellten Obersten Rats für islamisches Recht, in der offiziellen Tageszeitung der “palästinensischen Regierung” mitteilte, ein “brutaler Angriff auf Muhammad Hussein” und würde gegen “internationales Recht verstoßen”.

Etwas mehr als ein Jahr später nutzte nun “Palästinenserpräsident” Abu Mazen einen Auftritt beim  World Economic Forum, seinem Publikum zu erklären, “we don’t teach and we don’t educate our children to hate or even discriminate against any religion, be it Judaism or any other”.

Daß er nicht ausgelacht wurde oder davongejagt, daß vielmehr ein Photo entstehen konnte, das Abu Mazen gemeinsam mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres und dem amerikanischen Außenminister John Kerry zeigt, ist für letztere beschämend. Und es ist ein Grund dafür, daß es so bald keinen Frieden geben wird.

Denn eine öffentlich vorgetragene und von offenbar anstandslosen Politikern nicht weniger öffentlich widerspruchslos akzeptierte Lüge, mit der alle Opfer antisemitischen “palästinensischen” Terrors dreist verhöhnt werden, kann Gräben, die es zu überwinden gälte, nur vertiefen und verbreitern.

tw24

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