Was wären wir ohne Nahostexperten?

Von Michel Wyss

Was macht einen Experten zum Experten? Ein „Sachverständiger, Kenner“ (Duden) verfügt „über überdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem Fachgebiet oder mehreren bestimmten Sacherschließungen oder über spezielle Fähigkeiten, oder der diese Eigenschaften zugeschrieben werden“ (Wikipedia). Im 1988 erschienen Sammelband „The Nature of Expertise“ werden folgende sieben Schlüsseleigenschaften herausgestellt: „Sie erkennen große Bedeutungszusammenhänge. Sie arbeiten schneller und machen weniger Fehler. Sie haben ein besseres Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis. Sie achten mehr auf Strukturen als auf oberflächliche Eigenschaften. Sie verwenden viel Zeit auf qualitative Analysen. Sie können ihre eigenen Fähigkeiten und Leistungen richtig beurteilen. All das gilt nur in ihrem jeweiligen Fachgebiet.“

Ein Nahostexperte sollte folglich in der Lage sein, die Region in ihrer Komplexität zu verstehen und seine Kenntnisse für die Rezipienten seiner Expertise verständlich aufzubereiten. Dass eine einseitige Sichtweise dafür nicht hilfreich ist, sollte ein Allgemeinplatz sein. Doch ausgerechnet beim Nahostkonflikt scheint das gesamte deutschsprachige Nahostexpertentum mit einer Blindheit geschlagen zu sein, die eine ausgewogene Darstellung in jeder Form schlicht verunmöglicht.

Da wäre beispielsweise der deutsche Politikwissenschaftler Michael Lüders, der mit seinem Buch „Iran: Der falsche Krieg“ ein Machwerk geschrieben hat, das von Falschbehauptungen, Auslassungen und Verharmlosungen durchzogen ist, von der Süddeutschen Zeitung über Focus bis zum Deutschlandfunk nichtsdestotrotz mit Lob überhäuft wurde. Matthias Küntzel und Stephan Grigat gehörten zu den wenigen, die all die Lügen und Unwahrheiten bemerkt und aufgedeckt haben. Lüders ist bei Fernseh- und Rundfunkstationen sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz immer wieder ein gern gesehener Gast.

Ähnlich verhält es sich mit Arnold Hottinger. Mitte April wurde der ehemalige Nahostkorrespondent der NZZ, der mittlerweile auf dem Onlineportal Journal21 zum Thema Orient publiziert, für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

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