Botschafter des Friedens

Zwei Tage nach einem Auftritt Catherine Ashtons, der “Außenministerin” der Europäischen Union, im Europäischen Parlament, den sie dazu nutzte, gegen “Siedler” zu wettern und sie als “Friedenshindernisse” zu beschimpfen, beseitigten am 11. März 2011 zwei “Palästinenser” mehrere dieser “Friedenshindernisse” in der Ortschaft Itamar:

“Udi, 36, his wife Ruth, 35, and their children Yoav, 11, Elad, 4 and Hadas, 3 months were all stabbed to death.”

Die in Ramallah “regierende” Fatah des “Palästinenserpräsidenten” Abu Mazen bekannte sich zu dem Massaker, das sie in einem statement als “heldenhaften Einsatz” feierte, während die “palästinensische” Zivilgesellschaft in Gaza sich mit Süßigkeiten darüber hinwegtröstete, daß drei weitere “Friedenshindernisse” Kinder Ruth und Udi Fogels überlebt hatten.

“Ich bedaure nichts, und ich würde es wieder tun”, erklärte nach seiner Festnahme durch israelische Sicherheitskräfte Amjad Awad, der gemeinsam mit Hakim Awad das Blutbad angerichtet hatte. “Ich bin stolz darauf [..], ich habe es für Palästina getan.” Zu mehrfach lebenslangen Haftstrafen verurteilt, sind Amjad und Hakim Awad gleichwohl in “Palästina” unvergessen, wie ihr “Präsident” Abu Mazen erklärt:

“Palestinian President Mahmoud Abbas Saturday said that the freedom of Palestinian prisoners in Israeli jails is the scale that will determine Israel’s commitment toward the peace process.”

Und weil Martin Schulz, Sozialdemokrat aus Deutschland und Präsident jenes Europäischen Parlaments, das am 9. März 2011 Beifall klatschte, als Catherine Ashton dazu aufrief, “Friedenshindernisse” aus dem Weg zu räumen, wohl verhindert war, blieb es Isabelle Durant überlassen, im Rahmen einer “Freedom and Dignity Conference” in Ramallah zu verkünden, wem Europas Sorge gilt:

“Vice President of the European Parliament Isabelle Durant said the European Union continues to follow with concern the prisoners’ issue and makes rather immense efforts to set them free.”

Nicht das bestialische Abschlachten von (Klein-)Kindern und deren Eltern, heißt das, ist ein Verbrechen, sondern die Bestrafung der Mörder Amjad und Hakim Awad. Auch ihrer Freilassung gelten nach Auskunft der Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments “rather immense efforts”. Europas Botschaft ist damit unzweideutig: Nicht der Mord an Juden ist verwerflich; besorgniserregend ist vielmehr, daß Juden Mörder verfolgen und bestrafen.

Wer seine Gesprächsbereitschaft von einer Freilassung auch Amjad und Hakim Awads abhängig macht, hat sich bereits gegen einen Frieden entschieden, gegen Zivilisation und für Barbarei. Dem “Palästinenserpräsidenten” Abu Mazen  zuzustimmen, ihn zu unterstützen, heißt Amjad und Hakim Awad Beifall zu klatschen, den stolzen Mördern der wenige Monate jungen Hadas Fogel.

tw24

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