Bildungsunwesen

Die Gewerkschaft Teacher’s Union Ireland (TUI) vertritt nach eigenen Angaben 14.500 Mitglieder, die an der Bildung Jugendlicher und Erwachsener mitwirken. Am Ende der vergangenen Woche fand das jährliche Zusammentreffen der TUI statt, auf dem eine einstimmige Entscheidung getroffen wurde:

“The union calls on its members to ‘cease all cultural and academic collaboration with Israel, including the exchange of scientists, students and academic personalities, as well as all cooperation in research programmes’.”

In ihrem Beschluß beklagen die Iren, Israel sei ein “apartheid state” und fordern weitere Gewerkschaften auf, sich der weltweiten BDS-Bewegung anzuschließen, einer Initiative, mit der die “palästinensische Zivilgesellschaft” gegen Juden und Kontakte zu Juden – “Normalisierung” – vorgeht.

Lehrer sind Vorbilder oder sollten es sein; sie haben es in der Hand, das Weltbild von Generationen nachhaltig zu prägen und zu beeinflussen. Die einstimmige Entscheidung der TUI kann daher nicht als ein Votum irgendwelcher Irrer abgetan werden, das bedauerlich, aber nicht bedeutsam ist.

An Irlands Schulen unterrichten zahlreiche Antisemiten Haß auf Juden und die jüdische Demokratie. Mit ihrem Boykott wollen und werden sie dafür sorgen, daß Jugendliche ohne Kontakt zu Gleichaltrigen aus Israel aufwachsen, zu israelischen Studierenden, Lehrern oder Dozenten.

Eine solche Erziehung mußte Nicky Larkin genießen. “I used to hate Israel. I used to think the Left was always right”, beschreibt der irische Künstler, mit welchen Ansichten er Israel und “Palästina” für sein Filmprojekt Fourty Shades of Gray bereiste.

“An Irish artist is supposed to sign boycotts, wear a PLO scarf, and remonstrate loudly about The Occupation. But it’s not just artists who are supposed to hate Israel. Being anti-Israel is supposed to be part of our Irish identity, the same way we are supposed to resent the English.”

Der Filmemacher konnte sich vom antisemitischen Wahn befreien, und sein Urteil ist daher deutlich. “Now I see the Left” – und mit ihr die gesamte irische Gesellschaft – “can be Right – as in right-wing”. Der jüngste Beschluß der TUI belegt, daß der Künstler richtig liegt.

Jordanien, das Juden den Erwerb der Staatsbürgerschaft verweigert, das regelmäßig seit Generationen im Staatsgebiet lebende “Palästinenser” ausbürgert, muß von der TUI keinen Vorwurf befürchten, es praktiziere “Apartheid”, von einem Boykott ganz zu schweigen.

Ihr Beschluß zum Boykott Israels entlarvt die TUI daher als eine antisemitische Bewegung, gegen die vorzugehen die irische Regierung sich verpflichtet fühlen sollte, jene Regierung, die seit Jahresanfang im Rahmen ihrer Ratspräsidentschaft die gesamte EU repräsentiert.

Und das wiederum macht den Fall auch zu einem für die deutsche Regierung, für jede Regierung in Europa. Protestieren sie nicht gegen die Untätigkeit der irischen Regierung angesichts des in ihrem Land grassierenden Antisemitismus’ machen auch sie sich mit den Judenfeinden der TUI gemein.

tw24

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