Überflüssigkeitserklärung

Weil ihr eine ausreichende finanzielle Unterstützung fehle, kündigte jüngst die United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees (UNRWA) an, müßten von ihr in Gaza betreute “Palästinenser” die Gürtel etwas enger schnallen oder, in Zahlen ausgedrückt, alle drei Monate auf Hilfen im Wert von etwa 10 Dollar verzichten. Einfach so.

Ersatzweise sei aber das UNRWA-Programm zur Schaffung von Erwerbsarbeitsplätzen erweitert worden. Als die darob ganz entsetzten Ärmsten der Allerärmsten ihre Verärgerung den Verantwortlichen in deren Büros persönlich mitteilen wollten, fühlten die – ist es zu fassen? – sich nicht mehr sicher und verkündeten die Schließung ihrer “relief and distribution centres”.

Bei der Gelegenheit erfuhr man auch, “many of UNRWA’s other facilities had already been shut down due to demonstrations”, und wohl nur herzlosen Menschen kam beim Hören oder Lesen dieser Nachricht das Wort “Kollektivstrafe” nicht in den Sinn. Erst kürzt die UNRWA ihren Schützlingen die Hilfe, verhöhnt sie mit Arbeitsplatzangeboten – und dann schließt sie auch noch ihre Filialen.

Auf Raketenangriffe aus Gaza reagierend, die sich gegen israelische Bürger und deren Besitz richteten, schloß Israel vor wenigen Tagen den Übergang Kerem Shalom, während der Grenzübergang Erez weiterhin für humanitäre Zwecke genutzt werden kann. Das allerdings finden – Überraschung – die Vereinten Nationen überhaupt nicht akzeptabel:

“‘These measures are resulting in the depletion of stocks of essential supplies, including basic foodstuffs and cooking gas, and undermine the livelihoods and rights of many vulnerable Gazan families,’ said UN Humanitarian Coordinator James W. Rawley. ‘If these restrictions continue, the effect upon the Gaza population will be serious.’”

James W. Rawley übersieht großzügig, daß ohne “palästinensische” Raketenangriffe auf Israel der Übergang in Kerem Shalom weiterhin geöffnet sein könnte. Das überrascht gleichwohl nicht wirklich, nutzt seine Organisation Raketenangriffe auf Israel doch dazu, nicht etwa von “Palästinensern”, sondern von deren Zielen Zurückhaltung zu verlangen.

Doch wie kommt es eigentlich, daß dem gleichen James W. Rawley nichts einfällt, erklärt sein Kollege Sami Mshasha, “we always put the needs of the refugees first but at a certain point when we feel that our safety of our staff – and we have nearly 11,000 of them – is not guaranteed, then it is difficult to operate in such an environment”? Hätte Nichtstun der UNRWA tatsächlich keine “ernsten Folgen”?

tw24

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