Recht auf Elend

In der taz plädiert der “Menschenrechtsaktivist” Tsafir Cohen, Nahostreferent für medico international, für ein judenreines “Palästina”. Mit wirtschaftlichem Druck will er Juden dazu bewegen, die umstrittenen Gebiete zu verlassen, in denen jüdisches Leben seit Jahrtausenden belegbar ist.

“Druck von außen ist [..] notwendig, und gezielter europäischer Druck würde auch funktionieren.”

Denn ohne, so Tsafir Cohen weiter, sei “die israelische Gesellschaft anscheinend nicht in der Lage, eine andere Politik einzuschlagen”, was sich auch in Israel zeige, das er erstaunlicherweise dennoch von seinen Boykottmaßnahmen ausnehmen möchte, obgleich doch dort “die Rechte der Minderheiten [..] immer mehr in Gefahr” gerieten:

“So sollen demnächst 70.000 Beduinen – allesamt israelische Staatsbürger – aus ihren angestammten Dörfern im Süden Israels zugunsten neu zu gründender Gemeinden exklusiv für jüdische Israelis zwangsevakuiert werden.”

Woher er letzteres hat, die Idee “neu zu gründender Gemeinden exklusiv für jüdische Israelis”, bleibt Tsafir Cohens gehütetes Geheimnis. Wer sich für ein ethnisch gesäubertes “Palästina” einsetzt, sollte mit jüdischen Gemeinden in Israel gleichwohl keine Schwierigkeiten haben – es sei denn eben, er hat ein grundsätzlicheres Problem mit Juden.

Er scheint aber auch Beduinen nichts zu gönnen. Von schätzungsweise 200.000 Beduinen in Israel leben nahezu 50% unter der Armutsgrenze, 70.000 leben in illegalen Siedlungen, eher Lagerplätzen, in denen schlicht unzumutbare Lebensumstände herrschen. Sie verfügen nicht über fließendes Wasser, nicht über Abwassersysteme; es gibt keine zuverlässige Versorgung mit elektrischem Strom.

“The Bedouin, who see themselves as nomads and the original inhabitants of the desert, live more or less where they see fit.”

Zahlreiche israelische Regierungen versuchten sich daran, an dieser Lage etwas zu ändern, scheiterten aber am Widerstand der Beduinen, an zu ambitionierten Planungen und wohl auch am Einspruch solcher “Menschenrechtsaktivisten” wie Tsafir Cohen, die an den erbärmlichen Zuständen nichts ändern wollen, weil sie sie in ihrem Kampf gegen Israel ja durchaus gebrauchen könnten.

“Israel is finally listening to the Bedouins’ grievances in hopes of convincing them to settle down”, berichtete indes im vergangenen Dezember die Tageszeitung Haaretz, die nicht dafür berüchtigt ist, die Regierung unter Benjamin Netanjahu übermäßig mit Lob zu überschütten. Sie beschreibt die angebliche “Zwangsevakuierung” so:

“As part of the government’s proposal, Israel will invest nearly NIS 2.5 billion over five years to develop new Bedouin communities. A special staff headed by Maj. Gen. (ret.) Doron Almog has been set-up in the Prime Minister’s Office to implement the plan.

The government intends to invest another NIS 7 billion in transferring Negev lands to the Bedouin and building their new communities. All told, the government is looking at an investment of nearly NIS 9.5 billion over five years.”

In der Tat hat auch dieser Plan einen ganz großen Haken: Er setzt nämlich auf den Willen der Betroffenen, an ihrer Lage etwas zu ändern. “The Bedouin, who see themselves as nomads [..], live more or less where they see fit”. Eine zeitgemäße Fortentwicklung dieser Tradition kann die Lebensumstände von Beduinen maßgeblich verbessern – der Staat Israel eröffnet ihnen dazu die Möglichkeit.

“Menschenrechtsaktivist” Tsafir Cohen will, daß sich am status quo für Beduinen nichts ändert, daß sie weiterhin “traditionell” in Armut leben, ohne fließendes Wasser, ohne elektrischen Strom, ohne Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr; daß ihre Kinder allenfalls eine grundlegende Bildung genießen, die ihnen den Zugang zu Hochschulen gar nicht eröffnen kann.

Tsafir Cohens verlogene Verteidigung von “Rechte[n] der Minderheiten” ist tatsächlich ein Bekenntnis zu einer Verweigerung von Rechten. Wer freilich Beduinen nichts als Not wünscht, ist als Anwalt vermeintlich “palästinensischer” Interessen auch kaum glaubwürdig. Was bleibt, ist Feindschaft gegenüber der jüdischen Demokratie, zu der natürlich haltlose Verleumdungen ebenso zählen wie antisemitische Boykotte.

tw24

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Eine Antwort zu Recht auf Elend

  1. Der „Menschenrechtsaktivist für die palästinensische Sache“, Tsafrir Cohen, ist als Höriger nur seiner Obrigkeit verpflichtet. Deshalb ist er tatsächlich Israelvernichtungsaktivist und wird für diese verabscheuungswürdigen Dienste gut bezahlt. Mit dem Geld von unbedarften Spendern, die an die Medico International ihr Geld verschwenden. In diesem Geldvernichtungsverein „arbeitet“ sogar ein schweizerischer Dhimmi-Fröntler, Herr Jochi Weil, im Auftrag der Palästinenser, der Hamas und der PLO.

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