Was macht eigentlich … Volkhard Knigge?

Kürzlich gab Tuvia Tenenbom, Theatergründer und Autor des im Dezember in deutscher Sprache erschienenen Bands Allein unter Deutschen, einer Schweizer Website ein Interview, in dem einmal mehr Volkhard Knigge vorkommt, der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald:

“Als ich Volkhard Knigge für ein Interview getroffen habe, trug er ein T-Shirt des ‘Uganda-Club’. Wissen Sie, was das ist? Das ist ein linksextremistischer, israelischer Verein, der glaubt, Juden sollten nicht im Nahen Osten, sondern in Afrika ihren Staat gründen.”

Daran ist kein Wort falsch. Volkhard Knigge trägt, wie in Allein unter Deutschen dokumentiert, das T-Hemd des Clubs, und zahlreiche Reiseführer wissen, weshalb er heißt, wie er heißt: “[T]he name alludes to the British’s idea to set up the modern Jewish state in Uganda”.

“[I]t’s your best bet for finding shaggy American ISM volunteers fighting against oppression one Taybeh at a time”, ergänzt eine andere Website – “ISM” steht für International Solidarity Movement, eine “Bewegung”, zu deren Protagonisten die Antisemitin Greta Berlin gehört.

Es ist daher auch wenig verwunderlich, heißt es im Reiseführer über den Uganda-Club, “the owners and patrons are sympathetic to the Palestinian plight”. Vermutlich nur für Volkhard Knigge ist der Uganda-Club eine gänzlich unpolitische location:

“Die Uganda-Bar ist eine unter jungen Israelis beliebte Bar mit künstlerischen Veranstaltungen, die ich gerne mit meiner langjährigen israelischen Frau, die selbst Künstlerin ist, besucht habe. Denn die Bar liegt in der Nähe der Wohnung ihrer Mutter und man bekommt dort guten Humus und interessante Musik.”

Nun gibt es in Deutschland nicht wenige sogar nicht mehr ganz junge Menschen, die finden, Richard Wagner sei ein ganz großartiger Komponist gewesen, dessen Musik weitaus interessanter sei als dessen Antisemitismus, über den sie so großzügig hinwegsehen, wie nur Deutsche das können.

Doch ihre Ignoranz, die von keinem schlechten Gewissen begleitet wird, ändert nichts daran, daß Richard Wagner war, wer er war: ein Barbar, dessen Haß auf Juden kein Maß kannte. Und so mag auch der Club Uganda mit toller Musik locken, gutem Essen – sein Name ist dennoch Programm.

Und wer sich aus freien Stücken das T-Hemdchen mit dem Club-Logo kauft und es in seiner Eigenschaft als Gedenkstättenleiter trägt, der macht nicht nur ganz freiwillig Werbung für “guten Humus und interessante Musik”, sondern auch für die politischen Ideen, die mit dem Namen des Clubs verbunden sind.

Völlig berechtigt regte Tuvia Tenenbom daher im vergangenen Dezember an, darüber nachzudenken, ob Volkhard Knigge geeignet sei, eine Gedenkstätte wie jene in Buchenwald zu leiten. Bereits damals verleugnete Volkhard Knigge, was jeder ordentliche Reiseführer weiß.

Veröffentlicht er rund zwei Monate später seine Erklärung wortgleich erneut, macht Volkhard Knigge deutlich, daß er nicht einmal im Ansatz geneigt ist, Fakten zur Kenntnis zu nehmen, selbst wenn es sich “nur” um solche zum Hintergrund eines Clubs in Jerusalem handelt.

Sollte nicht gerade der Leiter einer Gedenkstätte auch für Opfer antisemitischer Verfolgung spätestens nach einer Erläuterung erkennen können, wie wenig angemessen es ist, gegen jede Evidenz wiederholt zu behaupten, “das T-Shirt der Uganda-Bar in Jerusalem ist kein Propaganda-T-Shirt”?

Tuvia Tenenboms Forderung ist – leider – noch immer aktuell: “The Jewish Theater demands the immediate dismissal of Buchenwald Camp Memorial director & his associate”.

tw24

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