Der Stern’ weint (nicht)

Photos vom Geschehen sucht man vergeblich, Meldungen darüber mit beinahe gleichem Mißerfolg: Die “Regierung” von Gaza, die “demokratisch gewählte” Hamas, die sich 2007 aus unerfindlichen Gründen dennoch an die Macht putschte, zerstört Häuser “palästinensischer Flüchtlinge”:

“Members of the Abu Amrah family in Gaza City demonstrated Tuesday in front of offices of the Palestinian Legislative Council protesting a decision by the Hamas-run government to demolish 75 houses belonging to the family in the al-Rimal neighborhood. [..]

‘Demolition will take place Wednesday morning, and when our children come back from school, they will not know where to go because by the time they arrive, their houses will have disappeared. The only place they will have is the street in this cold winter time.’”

Zwei Seiten widmet der Stern in dieser Woche einem in diesem Erzeugnis deutschen “kritischen Journalismus’” namenlos bleibenden Zehnjährigen, der mit etwas Übung Shirley Temper ernsthaft Konkurrenz machen könnte:

“Er weint. Weiß nicht, wohin. Die Familie dieses palästinensischen Jungen hat sechs Jahre lang in ihrem Haus in Ost-Jerusalem gewohnt, dann, an diesem Tag, kamen israelische Bagger und rissen das Haus ab.”

“Und irgendwo”, so das mit dem Knaben jammernde Wochenblatt weiter, “und irgendwo unter den TRÜMMERN, auf denen der Junge seinen Schmerz herausweint, liegt die Hoffnung auf Frieden begraben.” Nun ist es gewiß tragisch, verliert ein Knabe sein Heim. Doch was der Stern daraus macht, ist nicht minder tragisch.

stern2013.08

Es unterschlägt nämlich selbst noch jene Informationen, die Wafa, die “staatliche” Propagandaabteilung der PA in Ramallah, mitzuteilen weiß. Danach tragen daran, daß unter “TRÜMMERN [..] die Hoffnung auf Frieden begraben”liegt, die Eltern des Jungen eine gehörige Portion Mitschuld, wenn nicht gar die alleinige Verantwortung.

“Kiswani said he had paid more than $160,000 trying to obtain a permit for his 170-square-meter home, which houses him, his wife and his four children, whose ages fall between 8 to 12.”

Ibrahim al-Kiswani wußte also ganz genau, daß er vor sechs Jahren gegen geltendes Recht verstieß, als er ohne eine Baugenehmigung von der Stadtverwaltung mit dem Bau eines Hauses begann. Sowas findet selbst die “Regierung” in Gaza nicht mehr lustig, was der Stern freilich unterschlägt.

Mit seinen angeblich 160.000 Dollar, über deren Herkunft beredtes Schweigen herrscht, bezahlte Ibrahim al-Kiswani einen Anwalt, der versuchen sollte, die Durchsetzung von Recht und Ordnung aufzuhalten oder ganz zu verhindern. Er riskierte damit bewußt das, was denn – “zufällig” waren allerlei Kameras vor Ort – auch passierte.

Nach der Abrißaufforderung, der Ibrahim al-Kiswani nicht nachkam, nicht nachkommen wollte, schritt die Stadtverwaltung von Jerusalem zur Tat. Wenn geklagt wird, die Familie hätte ganze zehn Minuten Zeit gehabt, ihr illegal errichtetes Haus zu verlassen, so ist das eine dreiste Lüge. Sie hatte sechs Jahre Zeit, eine legale Unterkunft zu suchen.

Es ist sogar in Deutschland eher unüblich, einfach ein Stück Land zu bebauen. Und man würde, versuchte man es dennoch, wohl ausgelacht, erklärte man, “dies ist unser Land, auf dem wir seit Generationen leben.” Nur in Jerusalem muß das, geht es nach deutschen Schreibstuben, anders sein.

Reißt die Hamas in Gaza Häuser von Menschen ab, die erklären, “we have been living in this area for tens of years”, ist das dem Stern ganz selbstverständlich keine Erwähnung wert. Und daran wird dann auch deutlich, daß es dem Wochenmagazin gar nicht um “Palästinenser” geht.

Die sind verzichtbar, mögen sie auch noch so sehr klagen, “when our children come back from school, they will not know where to go because by the time they arrive, their houses will have disappeared”. Schickt die Hamas die  demolition orders, schickt der Stern eben ganz genau keinen Photographen in der Hoffnung auf ein Bild der Woche.

Der Stern beklagt nicht, wie er deshalb bloß heuchelt, “ewigen Hass”, er sät ihn.

tw24

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