Kein Antisemitismus in Aachen und Nirgendwo

Die Seite Drei der mehr Israel kritischen als freundlichen Aachener/Dürener Zeitung AZ/DZ ist besonderen Themen vorbehalten. Am Freitag, 8. Februar 2013 ist sie Juden und Muslime und deren Attraktionen vorbehalten.

Freier Tag in Aachen:

-– Christian, wir besuchen den Zoo.

– Ich will nicht. Da ist es langweilig.

– Gut, dann schauen wir uns die Synagoge an!

Es ist eine Herzensangelegenheit der regionalen Zeitung, auf Attraktionen der Stadt Aachen hinzuweisen. Laut AZ gibt es in der 1995 eingeweihten Synagoge – an jener Stelle errichtet, wo 1938 das alte Gotteshaus abbrannte – jede Woche zwischen zehn und fünfzehn Führungen. Unter den Teilnehmern seien Schulklassen, Vereine, Angehörige der katholischen und evangelischen Kirche, aber auch muslimische Gruppen. Das Zahlenverhältnis von Besuchern zu Synagogen-Mitgliedern entspricht jetzt dem von Besuchern zu Zoo-Insassen.

Juden und Muslime fühlen sich in Aachen gut aufgehoben. Aber es gibt auch Ressentiments und Diskriminierung.

Nach 1945 entstanden allmählich wieder jüdische Gemeinden in Deutschland. Die meisten jüdischen Einwanderer kamen indes erst in den 1990er Jahren – infolge des Zusammenbruchs der Sowjetunion. Von der Bundesregierung wurde diese Zuwanderung bewusst gefördert. Denn Juden in Deutschland standen Ende der 90er Jahre kurz vor dem Aussterben.

Das insgesamt positive Bild hat allerdings auch eine Schattenseite: Regelmäßig gibt es an jüdischen Einrichtungen in Aachen antisemitische Schmierereien. Wie weit verbreitet antisemitische Ressentiments sind, ist im Zuge der Beschneidungsdebatte zu spüren gewesen. Antisemitismus versteckt sich oft hinter antiisraelischer Kritik. Deshalb vermeiden es Aachener Juden, Israel mir seiner Hauptstadt Jerusalem als Zentrum der jüdischen Existenz darzustellen. In der Synagoge werden Gebete für den Staat Israel geduldet. Zionistische Symbole, die dem strengen Auge der Zionismus neutralen Vorstandschaft entgehen, werden den angebildeten Aachener Besuchern als Synagogenbedarf umerklärt. Denn schließlich soll Aachen weiterhin antisemitismusfrei bleiben

Es wird der Rabbiner Mordechai Bohrer interviewt:

Worin sehen Sie die Hauptunterschiede zwischen Judentum, Christentum und Islam?

Der kluge und sensible Rabbiner antwortet, dass er die kurze Frage nicht in einem Satz beantworten könne. Der Schreiber des Artikels weiß, dass Rabbiner Mordechai Bohrer das kann, doch der Rabbiner zieht es vor, dass Juden in Aachen weiterhin gut aufgehoben sind.

Dann spricht er:

Doch fühle ich mich als Jude dem Islam näher als dem Christentum. Denn der Islam erkennt den Monotheismus an.“

Ab sofort sind Juden unter den Muslimen Aachens besonders gut aufgehoben! pax christi und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Aachen wird den Juden das rabbinische Statement nachsehen.

Wie beurteilen sie die Debatte über Beschneidungen?

Die weise Antwort: „Hauptsache ist, dass es ein gutes Ende gefunden hat.“

Dann kriegt der Islam von der Zeitungsredaktion sein Fett ab:

Als Reaktion auf ständigen Rechtfertigungsdruck, sich immer wieder ausdrücklich von Terror und Fundamentalismus distanzieren zu müssen, ist auf muslimischer Seite der Argwohn gewachsen.

Generell hat das Zusammenleben von Christen und Muslimen in Aachen eine lange Tradition. So gehört die Bilal-Moschee zu den ersten Moscheen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gebaut wurden. Wegen seiner Verbindungen zu gemäßigten Islamisten aus Syrien wird das Islamische Zentrum Aachen IZA vom Verfassungsschutzes beobachtet. Die Überwachung des IZA soll aus aktuellem Anlass ausgesetzt worden sein.

Aiman el-Attar, Vizevorsitzender des Islamischen Zentrums Aachen:

In Aachen haben wir es wirklich geschafft, nicht die politischen Probleme dieser Welt mit uns zu tragen. In Aachen haben wir ein herrliches, liebevolles Klima.“

Eine weitere große Moschee befindet sich unter der Obhut des türkischen Religionsministeriums, welche in der Türkei für die staatliche Behinderung von Nicht-Muslimen verantwortlich zeichnet.

Abdurrahman Kol, Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Gemeinde (Ditib) in Aachen:

Auch mit der jüdischen Gemeinde kommen wir sehr gut aus.“

Wie beurteilen Sie das neue Beschneidungsgesetz?

Die Antwort Kols kommt aus tiefstem Herzen:

Damit sind wir zufrieden. Die Diskussion darüber wurde natürlich von bestimmten Kreisen aufgegriffen, um die Muslime zu kritisieren oder gar zu beschimpfen. Ein Glück dabei war auch, dass diesmal die Juden mitbetroffen waren. Da hat man eine Lösung ausgearbeitet. Ich weiß nicht, inwieweit so eine Lösung zustande gekommen wäre, wenn nur Muslime betroffen gewesen wären.“

……………………..

Schnell zu den Leserbriefen. Trotz Vorauswahl durch die Redaktion spiegeln sie das gesunde Volksempfinden wieder. Enttäuschung. Der einzige Brief [grammatikalische Korrektur durch den Verfasser] mit Bezug auf Juden/Israel verdient nicht den Stempel des Antisemitismus/Antzionismus.

Der Leserbriefschreiber meint, dass Israel, die einzige Demokratie in Nahost, ultrareligiöse Parteien aufweise, die sich für die Mehrheit in Israel halten. Außerdem sei es an der Zeit, mit dem Geschwafel von einem sogenannten Friedensprozess aufzuhören, der in Wirklichkeit keiner ist und auch keiner sein kann. Wer von einer Zweistaatenlösung spricht, ist nicht nur blauäugig, sondern muss mit Blindheit geschlagen sein, um nicht von Ignoranz oder bewusster Täuschung zu sprechen.

Kein Antisemitismus in Aachen und Nirgendwo

Die Ruhe vor dem Sturm?

Mehr bei numeri249…

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