Holy Sh*t II: Iris Hefets, das ‘Neue Deutschland’ und die Verdauung Haj Mohammed Amin el Husseinis

Iris Hefets muß man manches nachsehen. Sie verließ vor 11 Jahren Israel aus, wie ihr die taz nachsagt, “politischen Gründen”; eine Entscheidung, die sie, wie vor zweieinhalb Jahren die Jüdische Zeitung in einem Porträt schrieb, gleichwohl “nicht an einem konkreten Ereignis festmachen” könne.

Und ausgerechnet Deutschland suchte Iris Hefets sich als neue Heimat, der sie bereits 2010 ein denkbar schlechtes Zeugnis ausstellte: “Ich habe Angst, dass so viele Leute hier mundtot gemacht werden”. Gemeinsam würden der Zentralrat der Juden in Deutschland und eine “Täterseite” gegen “Kritik” an Israel vorgehen.

“Die meisten Deutschen können den Diskurs in Israel nicht kennen, weil wir israelische Juden hier dem kein Gehör verschaffen können. Wenn wir schon irgendeinen Fuß in der Tür haben und Interviews geben, dann bringen es die Medien am Ende nicht.”

In Israel werde viel munterer debattiert, und auch sie, Iris Hefets, wolle doch nichts sagen, “was nicht legitim ist, was nicht in Israel im Diskurs ist”. Weshalb sie dann vor dem israelischen Diskurs flüchtete, diesem den deutschen Nicht-Diskurs und die Nichtveröffentlichung vorzog und vorzieht, wird wohl ihr Geheimnis bleiben müssen.

Das Neue Deutschland, das in Israel wohl noch weniger Leser hat als die taz, erinnerte sich jetzt an Iris Hefets und deren Lieblingsthema und bat sie um ein Update ihres Klagelieds von der “schmerzhafte[n] Antisemitismuskeule”. Hätte die Autorin noch alle Sinne beisammen, hätte sie sich geweigert, dem Blatt als Alibijüdin zu dienen.

Zu mehr aber reicht es bei Iris Hefets offenbar nicht mehr. Wenn sie das Simon Wiesenthal Center angreift, es errichte in Jerusalem “ein ‘Museum für Toleranz’ auf den Resten eines alten traditionsreichen Friedhofs für Muslime”, was von diesen “viel Toleranz” verlange, dann füllt sie die ihr zugedachte Rolle aus. Mehr aber eben nicht.

Die wenigsten ihrer Leser werden mit den Fakten vor Ort vertraut sein und daher glauben, was die “Jüdische Stimme für [einen] gerechten Frieden in Nahost” aufnotiert, daß nämlich das Simon Wiesenthal Center von Toleranz nicht viel halte und mit seinem Museum israelische und andere Muslime verärgern und angreifen wolle.

Tatsächlich jedoch verleumdet Iris Hefets das Simon Wiesenthal Center, wiederholt, was 2011 das “Außenministerium” der Islamischen Republik vorlog: “Mehmanparast strongly condemned the criminal move of the Zionist regime in desecrating the Islamic and historical cemetery of Mamanullah in al-Quds under vain pretext of establishing a museum.”

Wie “heilig” der “traditionsreiche Friedhof für Muslime” diesen ist, kann bei Tom Segev nachgelesen werden:

(Tom Segev: One Palestine, Complete, London 2002, p. 279)

Doch das Museum of Tolerance wird nicht einmal auf den heiligen Exkrementen des Muftis gebaut, sondern auf Land, das über 40 Jahre lang als Parkplatz diente und von Muslimen selbst 1964 zur Bebauung freigegeben wurde. Noch früher, 1945, sollte der “traditionsreiche Friedhof für Muslime” einem Einkaufszentrum weichen:

“An area of over 450 dunams in the heart of Jerusalem, now forming the Mamillah Cemetery, is to be converted into a business centre. The townplan is being completed under the supervision of the Supreme Moslem Council in conjunction with the Government.”

All das erwähnt Iris Hefets nicht. Ob sie es absichtsvoll verschweigt oder schlicht aus Unkenntnis, das spielt kein Rolle. Es geht ihr und dem Neuen Deutschland ja nicht darum, einen auf Fakten gestützten Diskurs möglich zu machen, sondern um bloße Verleumdung des Simon Wiesenthal Centers.

Dazu paßt die aufgewärmte Lüge fabricated in Tehran aber allemal.

tw24

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