Kölner Sorgen

Große Aufregung herrscht bei den deutschen Staatsfunkern in Köln: “Im Westjordanland sollen mehrere Führer der radikal-islamischen Hamas festgenommen worden sein. Das berichtet das Zentrum für Menschenrechte in Ramallah. Danach inhaftierte die israelische Armee mindestens 15 Palästinenser [..].”

Daß es (noch) keine offizielle Bestätigung gibt, kümmert die Retter der deutschen Demokratie nur am Rande; ihnen reicht, wie sie selbst einräumen, ein Gerücht aus Ramallah. “Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, man prüfe den Bericht”. Selbst wenn er stimmen sollte, ist die Schnelligkeit der Staatsfunker bemerkenswert.

Als am vergangenen 19. November jeder, der einen Webbrowser unfallfrei bedienen kann, etwa im Liveblog von Haaretz um 9:41 Uhr, 10:31 Uhr und 10:57 Uhr (MEZ) lesen konnte, daß “palästinensische” Terroristen Israel mit Raketen angreifen, hieß es um 11 Uhr (MEZ) aus Köln: “Raketenangriffe auf Israel wurden bisher nicht gemeldet.”

Auch um 12 Uhr behaupteten die deutschen Staatsfunker, “Raketenangriffe auf Israel wurden bisher nicht gemeldet”. Erst ab 14 Uhr war es dann soweit: “Radikale Palästinenser feuerten wieder zahlreiche Raketen auf israelische Orte ab.” Eine Verletzte, die Haaretz um 13:35 Uhr meldete, kam in den Kölner “Nachrichten” um 15 Uhr nicht vor:

“Niemand wurde verletzt.”

Die Tageszeitung Haaretz, sonst erstaunlich gern von deutschen Journalisten zitiert, ist unter deutschen Staatsfunkern offenbar weniger glaubwürdig als ein “Zentrum für Menschenrechte in Ramallah”, das sich wahrlich rührend um das Schicksal von Hamas-Terroristen sorgt.

Nachtrag:

Um 13 Uhr teilen die Staatsfunker ausführlich mit, die Hamas beklage die Festnahme dreier ihrer “Parlamentarier”, und ergänzen noch:

“Die Hamas stellt 74 der insgesamt 132 Abgeordneten im palästinensischen Parlament in Ramallah. Einschließlich der drei jetzt Festgenommenen sind zwölf von ihnen in israelischen Gefängnissen.”

Das “palästinensische Parlament” trat zuletzt 2007 zusammen, wie in einem anderen Zusammenhang, der in Köln auf wenig Interesse stößt, Transparency International berichtet.

Die “palästinensische Demokratie” kommt bestens ohne “Parlamentarier” aus.

tw24

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Eine Antwort zu Kölner Sorgen

  1. Peter schreibt:

    Wer aufs -„öffentlich Rechtliche“- baut, hat eventuell auch nicht bemerkt, Daß in Gaza keine israelischen Besatzungstruppen mehr stehen. Eine Stelle als „Lagerverwalter“ ,schlage Augstein vor, ist also noch frei.
    Um auf obige Meldung Bezug zu nehmen, „Hamasführer zu Besuch“, ich meine, es ist schon schwierig für deutsche Politik , PLO-Führer und Konsorten mit Millionen zu finanzieren, es denen, durch europäische Milliarden erst zu ermöglichen ihr Mordregime aufrechtzuerhalten, gleichzeitig die Anwesenheit von Hamas im PLO-Land offiziell warzunehmen. Was sind eigentlich -Gemeinsamkeiten- zwischen SPD und FATAH/PLO/Abbas von denen MdB(SPD) Nahles so schwärmt??
    Habe den Eindruck, daß die deutsche Politik mit dem -Status Quo- gut zurechtkommt.
    Solange Abbas & Co -Gute- sind, alles prima und so, braucht Politik auch weniger Sorgen um eventuelle -Asylbewerber machen.Übrigens, käme eine Zweistaatenlösung zustande….Tausende von Homosexuellen hätten Anspruch auf Asyl in der BRD.

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