“Mut, Zivilcourage”: Angela Merkels Beitrag gegen Antisemitismus

Woche für Woche zeichnet Angela Merkel eine von ihren Untertanen herbeigesehnte Botschaft auf. In dieser Woche ließ die deutsche Kanzlerin sich von einer Publizistikstudentin “befragen”, der sie versicherte, ihre Regierung habe “ein breit angelegtes Konzept von Gedenkstätten und auch Gedenkveranstaltungen”.

“Natürlich haben wir eine immerwährende Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus, für die Opfer des Zweiten Weltkrieges und vor allen Dingen auch für den Holocaust. Denn die Shoa war etwas, was einen vollkommen fassungslos macht, auch im Rückblick: Dass Menschen einfach, weil sie Juden waren, vernichtet werden sollten.”

Von “Generation zu Generation” müsse daher weitergegeben werden: “Mit Mut, Zivilcourage kann auch jeder Einzelne einen Beitrag dazu leisten, dass Rassismus und Antisemitismus keine Chance haben.” Und wie, Frau Bundeskanzlerin, sieht Ihr ganz persönlicher Beitrag aus? Fragte die Stichwortgeberin nicht.

“Juden”, schrieb in diesem Jahr ein Anhänger deutscher Dichtkunst, “Juden must suffer in Real pain for being on my Planet!” “The whole world”, ergänzte ein anderer, “has had enough of the greedy satanic jews. Thank you Mr. Grass for What must be told.”

Angela Merkel, der es einige Wochen zuvor gelungen war, ein Buch, das sie gar nicht gelesen hatte, öffentlich zu verdammen, sah keinen Grund, sich über Günter Grass’ “Gedicht” zu äußern, das international wie national Haß auf Juden schürte, nicht “nur” auf den Staat Israel oder dessen Regierung.

“‘Es gilt in Deutschland die Freiheit der Kunst’, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert. ‘Und es gibt glücklicherweise auch die Freiheit der Bundesregierung, sich nicht zu jeder künstlerischen Hervorbringung äußern zu müssen.’”

Am Mittwoch wird Angela Merkel viel zu tun haben. In der Gedenkstätte Topographie des Terrors wird sie zur Eröffnung einer tatsächlich so bezeichneten “Sonderausstellung” erwartet: “Berlin 1933 – Der Weg in die Diktatur”. Und am Nachmittag will sie Mohammed Morsi im Kanzleramt empfangen.

“Die zentralen Themen der Unterredung sind unter anderem die innenpolitische Lage in Ägypten und die bilateralen Beziehungen.”

Im aktuellen SPIEGEL berichtet ein ehemaliger Muslimbruder, was er über den Gast Angela Merkels denkt:

“‘Die Hetze gegen die Israelis entspricht Mursis Denken. Für den Mursi, den ich kenne, ist jede Zusammenarbeit mit Israel eine schwere Sünde, ein Verbrechen.’ Auch die Wortwahl sei nicht neu. Zum Beleg klappt Scharnubi seinen schwarzen Laptop auf und präsentiert Indizien für die wahre Gesinnung des einstigen Mitbruders.”

Mohammed Morsi hält – im passenden Kontext – Juden für “Nachkommen von Affen und Schweinen” und sieht sich, weil er im übrigen korrekt zitiert wurde, als Opfer einer Kampagne von Juden kontrollierter Medien. In der letzten Woche wollte die deutsche Regierung “remarks that have been attributed to Mr. Morsi” nicht kommentieren.

“Mit Mut, Zivilcourage kann auch jeder Einzelne einen Beitrag dazu leisten, dass Rassismus und Antisemitismus keine Chance haben” – es sei denn, frau ist gerade damit beschäftigt, einen Antisemiten mit militärischen Ehren willkommen zu heißen. Dann kann frau das mit dem Mut und der Zivilcourage auch mal vergessen.

tw24

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