“Peace in our Time”: Obama auf Chamberlains Spuren?

obamaChamberlainHat Barack Obama bei seiner Inauguralrede am Montag “nur” historische Unkenntnis bewiesen oder war es ein schlechtes Zeichen, was die Ziele seiner zweiten Amtszeit betrifft? Jedenfalls bemühte der Präsident zur Ausführung für seine Absicht, “ein Jahrzehnt des Krieges zu beenden” und den Frieden in der Welt zu befördern, ausgerechnet den Terminus “Peace in our Time”. Dies aber war das berüchtigte Motto, mit dem der britische Premier Neville Chamberlain in den 30er Jahren seine Appeasement-Politik gegenüber Hitler schönfärbte. Dafür, dass Obamas Wortwahl mehr als ein Zufall oder ein Ausrutscher war, spricht leider in der Tat der Kontext – oder besser. der fehlende Kontext – in dem er die neuralgischen Worte fallen ließ:

And we must be a source of hope to the poor, the sick, the marginalized, the victims of prejudice–not out of mere charity, but because peace in our time requires the constant advance of those principles that our common creed describes: tolerance and opportunity; human dignity and justice.

Toleranz, menschliche Würde und Gerechtigkeit mögen wunderbare Werte sein, doch mit keinem Wort erwähnte Obama die Kräfte, die eben diese Werte mit brutaler Gewalt missachten und bekämpfen, und gegen die der freie Westen notfalls auch mit Waffengewalt vorzugehen bereit sein muss. Keine Erwähnung fand die jüngste dschihadistische Terrorherrschaft in Mali, gegen die Frankreich soeben in den Krieg gezogen ist, ebenfalls keine die drohende nukleare Bewaffnung der Islamischen Republik Iran. Aus Obamas Rede konnte man den Eindruck gewinnen, die USA blickten in eine Welt ohne akut bedrohliche Feinde – in eine befriedete Welt nach einem “Jahrzehnt des Krieges”.

Wenn dies der Weltsicht Obamas entsprechen sollte, müsste man wohl sagen, dass er schon einmal weiter war – etwa in seiner Dankesrede zur Verleihung des Friedensnobelpreises 2009, wo er deutlich gemacht hat, dass militärische Gewalt zuweilen als einziges, unverzichtbares Mittel übrig bleibt, um die Welt gegen eingeschworene Feinde des Friedens zu verteidigen. 2009 und 2011, als er Osama bin Laden zur Strecke brachte, sprach Obama wie Roosevelt und Churchill – es wäre ein fataler Rückschritt, wenn er sich in seiner zweiten Amtsperiode den Illusiionen´in die Friedensfähigkeit totalitärer Kräfte hingeben würde, für die auf immer der Name Chamberlain steht.

freie.welt

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus Antizionismus, Ehrenmorde Islam Muslime, Iran Islamismus Terrorismus Islamo-Faschismus, Israel, Obama USA abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.