Konkens Beste: Deutsche Journalisten und die “besondere Verantwortung” I

Nur “wer sich kritisch mit der Politik und den Entwicklungen im Nahen Osten auseinandersetzt”, erklärte jüngst Michael Konken, der Vorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), werde einer “besondere[n] Verantwortung’” gerecht, die Journalistinnen, Journalisten und “alle anderen Deutschen [..] aufgrund des Holocaust” hätten.

Einer jener Journalisten und Deutschen, die sich “kritisch” auseinandersetzen, ist Michael Schiffbänker, der im vergangenen Juli in der Neuen Osnabrücker Zeitung seiner ganz besonderen Verantwortung gerecht wurde, indem er “drei Jugendliche aus Israel” über “Willkür und Unterdrückung” berichten ließ.

noz20120707

Es spricht wohl für die ganz besondere Ausgewogenheit des Artikels, wenn der erste Leserkommentar darunter so geht: “Das ist fast so wie 1938 in Deutschland. Nur anders herum”. Darüber waren die “drei Jugendliche[n] aus Israel” mit Aussagen zitiert worden, nach denen für sie “Kontrollen, Schikane, Erniedrigungen” zum Alltag gehörten.

“Eine halbe Stunde braucht Saja von ihrem Wohnort in Ost-Jerusalem zur Schule in Beit Jala. Normalerweise. Oft wird das Familienauto kontrolliert. Auf dem Rückweg immer. Ein Checkpoint ist dort eingerichtet. Soldaten, manche nicht älter als sie selbst, die all jene mustern, aushorchen, durchleuchten, die keinen Davidstern im Pass führen. Gewehre, Drohungen, Befehle, mühsam unterdrückter Hass.”

Saja, die als 16-jährige vorgestellt wird, geht nicht in Israel zur Schule, in dessen Hauptstadt sie wohnt; sie besucht die deutsche Indoktrinationsanstalt Schule Talitha Kumi im von der PA in Ramallah kontrollierten Beit Jala. Daß Saja auf ihrem Schulweg Checkpoints passieren muß, hat Gründe, die Michael Schiffbänker verantwortungsvoll unterschlägt:

“Haza [Sarassra] [..] was a student at Beit Jala’s Talitha Kumi School, run by the Lutheran Church. He wanted to become a dentist. [..]

A promising student at one of the West Bank’s best private schools, Haza slipped by an army checkpoint July 30 and blew himself up outside a falafel stand in Jerusalem.”

Saja begegnet an diesen Checkpoints “Soldaten”, von denen “manche nicht älter als sie selbst” seien, erklärt Michael Schiffbänker ersatzweise und zeigt damit, wie phantasiebegabt kritischer deutscher Journalismus sein kann. Und einmal in Fahrt, erfindet er auch israelische Pässe mit und ohne Davidstern – von denen es nur letztere wirklich gibt.

Wer das weiß, findet es vielleicht weniger problematisch, wenn Soldaten “all jene mustern, aushorchen, durchleuchten, die keinen Davidstern im Pass führen”, also potentiell jeden. Diese Kontrollen können nerven. Doch treffen sie alle, taugen sie nicht als Beleg für Sajas von Michael Schiffbänker zitierte Behauptung, “wir sind Menschen zweiter Klasse”.

Aber auf diese Aussage kommt es Michael Schiffbänker an, der deshalb offensichtlich auf jede Nachfrage oder Recherche verzichtete – und zumindest ein Leser hat auch verstanden: “Das ist fast so wie 1938 in Deutschland”. Nur daß diesmal die Juden … Michael Konken ist bestimmt glücklich, kritische Geister wie Michael Schiffbänker repräsentieren zu dürfen.

tw24

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