In der Sache: Mumia Abu-Jamal

FreeMumiaWie Mumia Abu-Jamal zum Lieblingsneger der globalen Linken aufstieg

Als in den vergangenen Monaten der Marburger „Antifaschistische Ratschlag“ zum Aktionstag „Städte gegen die Todesstrafe“, zur Filmvorführung der Dokumentation „In Prison my whole life, zu Infoständen, Vorträgen oder zu einem „Symposium gegen die Todesstrafe“ einlud, und dabei das Schicksal Mumia Abu-Jamals in den Mittelpunkt Ihrer Aufmerksamkeit stellte, da hat Sie über eine Sache nicht geredet: Den offenen Antisemitismus und Antiamerikanismus Mumia Abu-Jamals, und seiner Unterstützer. Eine Aufklärungsschrift wider die Verklärung.

Wer ist Mumia Abu-Jamal?

„[M]it der sturen Begeisterung für die Neger verträgt sich die Entrüstung über jüdische Unmanieren.“

(T.W. Adorno)

Seit nunmehr 30 Jahren gibt das Schicksal von Mumia Abu-Jamal Anlass für internationale Solidaritätsbekundungen. Trotz seiner erwiesenen Tatbeteiligung an einem Polizisten-Mord, behaupten seine Verteidiger beharrlich von seiner Unschuld. Abu-Jamal sei, qua schwarzer Hautfarbe, Opfer. So posaunt die Lüge voller Inbrunst stets aus den Pamphleten der Antirassisten. In den Worten des „Antifaschistischen Ratschlags“ klingt das so: Die Verurteilung sei „Ausdruck eines rassistischen und parteiischen Justizsystems“1, die Prozessführung weise „alle Indizien eines Schautribunals“ auf, und „der schwarze Todesmarsch“(!) sei „Rassen- und Klassenjustiz“. Ungeheuerlich ist hierbei nicht nur das geschichtsrelativierende Geschwätz von „Schautribunal“ und „Todesmarsch“. Sie erinnern nicht zufällig an stalinistischen und nationalsozialistischen Terror, und sollen die USA in dieser Tradition verorten. Grotesk ist vor allem die Behauptung, dass sich Polizei, Staat und Justiz bewusst gegen Abu-Jamal verschworen hätten, nur weil Abu-Jamal Schwarzer sei. Das antiamerikanische Ressentiment, das stets Bescheid weiß und sich reflektiert antirassistisch gibt, ist so lax in Stellung gebracht. Das Herz der globalen Linken schlägt schneller und härter. Dass der deutschen Linken umso gewaltiger, es geht schliesslich gegen den einstigen Befreier, den historischen Hauptfeind, also: Die USA.

Gewiss ist Mumia Abu Jamal zu wünschen, dass er von der Vollstreckung der Todesstrafe verschont bleibt. Umso erfreulicher, dass vor einiger Zeit das Todesurteil aufgehoben wurde. Doch wie kein anderer, einst zum Tode Verurteilter, genießt Abu-Jamal höchste Aufmerksamkeit, wie kein anderer Verurteilter gilt er als die Pop-Ikone des Protests gegen die Todesstrafe. Dabei ist Mumia Abu-Jamal nicht einmal ein „politischer Gefangener“, zu dem er liebend gerne erhoben wird. Er ist Täter, und hat ein Menschenleben auf dem Gewissen, und ist zudem Mitglied von MOVE2.

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