“Unsicherheitsfaktor Israel”: Heiko Flottaus Welt

Zwar hat er es schon immer geahnt, der Heiko Flottau, jetzt aber ist es Gewißheit: “Israel” ist, schreibt er in der Januar-Ausgabe der sich als “Insel der Vernunft” verstehenden Blätter für deutsche und internationale Politik, “durch seine Ankündigung, neue Siedlungen bauen zu wollen, selbst endgültig zu einem Unsicherheitsfaktor in der Region geworden”.

Denn Wohnungen, die der in durchaus phantasiebegabte Heiko Flottau natürlich gleich zu “Siedlungen” umdichten muß, sind übel. Ganz übel. Allüberall. Ein strahlender Held hingegen ist “Palästinenserpräsident” Abu Mazen, den Heiko Flottau Mahmoud Abbas nennt und dem er bescheinigt, mit seiner PA “sämtliche Auflagen der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union erfüllt” zu haben:

“Sie verzichtet auf jedwede Gewalt gegen die israelische Besatzung, arbeitet stattdessen eng mit den israelischen Sicherheitsbehörden zusammen und hat – wie gefordert – ‘staatliche Strukturen’ aufgebaut.”

Letztere sind – da korrupt wie je und eh – ein schlechter Witz, einige “Ministerien” dachten in den vergangenen Jahren gar nicht daran, ihre Stomrechnungen zu bezahlen. Die Zusammenarbeit mit israelischen Sicherheitsbehörden klappt in der Tat manchmal, weshalb sie nach den Worten von “Regierungsvertretern” aus Ramallah auch beendet werden soll:

“Emboldened by their newly upgraded status at the United Nations, the Palestinians are talking of [..] ending the security cooperation that has helped preserve quiet in recent years.”

Verpaßt haben muß Heiko Flottau in den vergangenen Jahren gleich mehrere Wortmeldungen, für die entweder die von Abu Mazen geführte Fatah oder die ebenfalls von dem angeblichen “Palästinenserpräsidenten” kontrollierte PA verantwortlich zeichnet. So bekannte sich die Fatah etwa zum Massaker von Itamar, das sie als einen “heldenhaften Einsatz” feierte.

Als Anfang 2012 der Holocaustleugner Abu Mazen in Berlin von deutschen Regierungsvertretern empfangen wurde, die sonst keine Gelegenheit verpassen zu betonen, daß in Deutschland kein Platz sei für Antisemiten, ließ es die Fatah daheim in “Palästina” ebenfalls und durchaus vernehmlich krachen: “The Al-Aqsa Martyrs Brigades claimed responsibility on Wednesday for a projectile fired at Israel”.

Am 21. November verübten “Palästinenser” in Tel Aviv einen Anschlag auf einen zivilen Bus, bei dem mehrere Dutzend Menschen verletzt wurden. Das Geständnis folgte prompt: “Al-Aqsa Martyrs Brigade claimed responsibility for Tel Aviv bus explosion that took place at noon local time Wednesday”. Die Al-Aqsa Martyrs Brigades gehören zur Fatah und unterstehen so dem Befehl Abu Mazens.

Muhammad Hussein wurde im Juli 2006 vom “Palästinenserpräsidenten” Abu Mazen zum Mufti der PA berufen. Kurz nach seiner Inthronisierung erklärte er auf Nachfrage, gegen Zivilisten in Israel gerichtete suicide bombings seien “legitimate, of course, as long as it plays a role in the resistance”. Als die Fatah im Januar ihren 47. Geburtstag feierte, feierte Muhammad Hussein mit.

“The Hour [of Resurrection] will not come until you fight the Jews. The Jew will hide behind stones or trees. Then the stones or trees will call: ‘Oh Muslim, servant of Allah, there is a Jew behind me, come and kill him.’”

Und das fanden dann sogar die lokalen – und nur die – Repräsentanten der Europäischen Union – folgenlos – nicht nett:

“The EU missions in Jerusalem and Ramallah condemn the Mufti of Jerusalem’s inflammatory speech on January 9 at a rally marking the 47th anniversary of Fatah’s founding. [..] [T]he EU firmly rejects ‘any advocacy of national, racial or religious hatred that constitutes incitement to discrimination, hostility or violence’.”

Heiko Flottau unterschlägt aber noch mehr. In seiner Betrachtung der “Verdienste” Abu Mazens und dessen PA fehlt – Gaza. Auch wenn es von der Hamas beherrscht wird, so gehört Gaza doch zu jenem “Palästina”, dessen “Präsident” Abu Mazen sein will. Und so ist denn auch von Bedeutung, wie er sich zur jüngsten Offensive der Hamas gegen Israel, zu deren Angriffen auf Tel Aviv und Jerusalem positionierte:

‘In a telephone conversation, Abu Mazen (Abbas) congratulated Prime Minister Ismail Haniyeh on his victory and offered condolences for the martyrs,’ a Hamas statement said on Thursday. Abbas also hailed Palestinians’ steadfastness against the recent Israeli aggression.”

Die “NGO” Human Rights Watch (HRW) beklagte in einer auf den 24. Dezember datierten Mitteilung, “Palestinian rockets unlawfully targeted Israeli civilians”. Bereits zuvor hatte die “NGO”, der wahrlich keine Verbundenheit mit Israel nachgesagt werden kann, Sponsoren der PA dringend aufgefordert, ihre Unterstützung für Abu Mazen zu überdenken.

Derzeit plant die Fatah Abu Mazens, ihren 48. Geburtstag. Für Feiern in Gaza benötigt die “Partei” des “Palästinenserpräsidenten” die Erlaubnis der dort “regierenden” Hamas, die sie – nach einer zwischenzeitlichen entnervten Absage – nun wohl bekommen hat: “Celebrations in the Gaza Strip to commemorate Fatah’s 48th anniversary will go ahead as planned”.

Ein “Präsident”, der für eine Veranstaltung seiner “Partei” auf das Wohlwollen einer Terroristenbande angewiesen ist, gibt sich freilich selbst der Lächerlichkeit preis. Die Hamas führt die Fatah vor, führt “Palästinenserpräsident” Abu Mazen vor. Wenn er schon keine Jubiläumsfeiern seiner Fatah gegen die Hamas durchsetzen kann, wie sollte er dann gegenüber Israel und anderen Staaten für einen Frieden garantieren können?

Hätte Abu Mazen statt auf Konfrontation auf eine Kooperation mit Israel und den Vereinigten Staaten auf dem Weg zu einem “palästinensischen” Staat gesetzt, könnte er heute auf deren Unterstützung bauen. Mit seiner einseitigen Aufkündigung der Abkommen von Oslo hat er aber diese vielleicht nicht immer leichten Partner nachhaltig verprellt und gar nichts gewonnen.

Selbst wenn er sich noch ein paar Wochen im fahlen Glanz der Aufwertung “Palästinas” durch die Vollversammlung der Vereinten Antisemitischen Nationen sonnen kann – mit Israel hat Abu Mazen einen notwendigen und mit den USA einen wichtigen Partner für einen Frieden verloren. Gegenüber der Hamas haben er und seine Fatah sich zu bloßen Witzfiguren degradiert, was den machtlosen “Präsidenten” ebenfalls als Gesprächspartner entwertet.

Wohnungen sind nur für Antisemiten notorische “Israelkritiker” ein Problem, ein “Unsicherheitsfaktor”; die wahren Friedenshindernisse heißen Abu Mazen, Fatah, Hamas und Islamic Jihad. Sie müssen entmachtet und zerschlagen werden. Doch so lange die Heiko Flottaus der Welt lieber Israel delegitimieren und dämonisieren, leisten sie ihren Beitrag dazu, daß an den gegenwärtigen Zuständen sich nichts ändert.

tw24

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus Antizionismus, Bomber Harris do it again, Deutschland Nazis, Dhimmi Medien Schweinepresse, Ehrenmorde Islam Muslime, EU, Iran Islamismus Terrorismus Islamo-Faschismus, Israel abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.