Normalisierung & Normalität: Der ganz alltägliche Antisemitismus in “Palästina”

John Quigley ist entweder ein grenzenlos naiver Mensch oder schlicht weltfremd. Auf Einladung der UNRWA, der für die Erhaltung des Elends der “Palästinenser” zuständigen UN-Agentur, versammelte der Künstler vor etwas mehr als einem Jahr “palästinensische” Schulpflichtige in der Nähe von Jericho und hieß sie sich so aufstellen, daß sie die Umrisse einer Taube bilden.

“UNRWA Commissioner-General Filippo Grandi said: ‘The world needs to sit up and listen to the youth of this region. Their message of peace is essential. It is the voice of the next generation.’”

Dreizehn Monate später wollte John Quigley erneut eine Botschaft aussenden, diesmal mit Erwachsenen, Untertanen Abu Mazens, des “Palästinenserpräsidenten”, und Bürgern der jüdischen Demokratie. Die durch den Antiterrorzaun markierte Waffenstillstandslinie zwischen Israel und den umstrittenen Gebieten in ihrer Mitte, sollten sie ein “Symbol des Friedens” bilden.

“But at the last moment, threats from Palestinian hard-liners to sabotage the project forced organizers to scrap the barrier event out of safety concerns.”

Aus einer wurden so zwei voneinander getrennt stattfindende Veranstaltungen, deren Botschaft eine wenig friedliche ist. Gleichwohl handelt es sich um eine lehrreiche Botschaft, wirft sie doch ein Schlaglicht auf jene Gesellschaft, die nach dem Willen der Vereinten Nationen bereits “State of Palestine” genannt werden soll, eine durch Fatah, Hamas & Co. geformte antisemitische Gesellschaft.

Es ist nämlich keineswegs selten, daß “Palestinian hard-liners”, die sich selbst “palästinensische Zivilgesellschaft” nennen, mit Gewalt drohen, könnten “Palästinenser” und Juden sich begegnen ohne daß dabei erstere über letztere herfallen wollen. Die Normalisierung mit Juden kommt im von “unserem Partner” Abu Mazen “regierten” “Palästina” Hochverrat gleich.

Im Oktober wollten israelische Aktivisten, “Palästinenser” und auch einige internationale Gäste schweigend von Beit Jala nach Bethlehem wandern. Die Veranstalter mußten ihren Bethlehem Peace Walk kurzfristig absagen, da die “palästinensische Zivilgesellschaft” die Teilnahme israelischer Bürger als unzumutbar empfand und implizit mit Gewalt drohte.

Daniel Barenboim, ein in der deutschen Hauptstadt lebender “Israelkritiker” und Orchesterleiter, sollte am 31. Juli in Jerusalem im Auftrag der Vereinten Nationen ein Konzert dirigieren. Die Vorstellung, daß dabei Juden neben “Palästinensern” spielen und im Publikum sitzen würden, ließ die Palestinian Campaign for the Academic & Cultural Boycott of Israel einen Brief schreiben:

“The Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel (PACBI) is alarmed that the UN is organizing a concert for the West-Eastern Divan Orchestra (WEDO), to be held at the Augusta Victoria on July 31st, 2012. Given WEDO’s political agenda that promotes normalization and conflicts with the Palestinian struggle for rights and upholding international law, we call upon you to cancel this ill-conceived concert.”

Der Ruf wurde erhört, das Konzert abgesagt. Ähnlich erging es weiteren Veranstaltungen, bei denen “Palästinenser” und Bürger aus Israel miteinander reden wollten: Vor einem Jahr drohten mit der “Regierung” in Ramallah liierte “Palästinenser” etwas an, das sie “Proteste” nannten, um solche schändlichen Treffen zu unterbinden.

“[T]he event was called off at the last minute after the organizers learned that a group of Palestinian activists belonging to various factions, including Fatah, PA President Mahmoud Abbas’s party, was planning to stage a demonstration in front of the conference hall.”

Ganz vorn mit dabei im Kampf gegen jeden Anschein von Normalisierung ist übrigens auch das Lehrpersonal der von der Evangelischen Amtskirche in Deutschland finanzierten Gehirnwäscheanstalt “Schule” Talitha Kumi in Beit Jala – am 12. Januar 2012 feierte die amtliche Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida einen der dort tätigen “Direktoren”:

“Director of the Talitha Kumi Institute in Beit Jala, Jihad Abu Amsha, announced yesterday that the institute would not be hosting the ‘Technology for Peace’ normalization conference [..]. He confirmed to WAFA that the institute had not hosted, nor would it host, the ‘Hackathon Beit Jala’ conference. He noted that in the past, the [Talitha Kumi] school had cancelled similar conferences whose character of normalization had become apparent, and that it would continue to do so.”

In Checkpoints und Currywurst, einer “israelkritischen” Dokumentation, die das deutsche Staatsfernsehen in diesem Jahr mehrfach ausstrahlte, konnte man erleben, wozu die “Friedenserziehung” in Talitha Kumi führt: Vor laufenden Kameras trug eine Schülerin Verse vor, die als “Märtyrerlogik mit offenem Aufruf zur Gewalt” zusammengefaßt wurden.

John Quigley hätte also zahlreiche gute schlechte Gründe gehabt, sein jüngstes Unternehmen abzusagen. Damit, daß er es versuchte, hat er, gewollt oder auch nicht, einmal mehr anschaulich gemacht, daß es jedenfalls nicht die israelische Gesellschaft ist, an der ein Frieden scheitert.

tw24

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