Der „Stürmer of 1949″ in seinem Element

sz49Die Süddeutsche Zeitung – von Holocaustüberlebenden zeitweise der „Stürmer of 1949″ genannt – schlug gestern wieder in gewohnter Härte zu. Peter Münch zog über den Judenstaat her, der rechte Redakteur Marc Felix Serrao trat für das Wort „Negerkönig“ ein, und schließlich durfte Staatsministerin Christine Haderthauer unwidersprochen über „Schauprozesse“ gegen den Staat wettern.

Peter Münch, der Nahost-Experte der Süddeutschen Zeitung, sollte seine Leserschaft mittlerweile im Sack haben. Lange genug hat er die immergleichen Phrasen heruntergeschrieben, die sein Vorgänger Thorsten Schmitz schon ein ganzes Jahrzehnt in die SZ-Fans in ähnlicher Form einhämmerte. Zur „Normalisierung“ im Bezug auf Israel möchte Münch beitragen, hat er in seinem ersten Beitrag in neuer Funktion 2010 geschrieben. Und seine Auffassung von „Normalisierung“ zeigte sich auch im gestrigen Beitrag „Fakten schaffen“ in der Süddeutschen Zeitung. Er räumte wie immer der Mehrheit der Jüdinnen und Juden in Israel und Deutschland keinen Raum für ihre Argumente ein, sondern beklagte in seinem Beitrag empört, dass zwei Drittel der israelischen  „Mitte-Links-Wähler“ eine Teilung Jerusalems ablehnen würden und sogar die Chefin der Arbeiterpartei. Warum, bleibt den Lesenden des Beitrages verschlossen. Stattdessen wurde der Artikel mit einer militärisch anmutenden Karte über angebliche „Siedlungen“ um Jerusalem gerahmt, nahezu identisch mit den Powerpointfolien, die der Antizionist Meir Margalit letztes Jahr im Auftrag der „Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe“ in München noch verstohlen im Hinterzimmer gezeigt hat.

Auch schweigt sich Münch darüber aus, dass das Umfrageinstitut in Ramallah (Arab World Research and Development) aktuell festgestellt hat: 88 Prozent der befragten Palästinenserinnen und Palästinenser sind der Meinung, dass der bewaffnete Kampf die beste Methode sei, um Unabhängigkeit zu erreichen. Auch verkneift er sich, dass der Exilchef der Hamas, Chaled Maschaal, vor wenigen Tagen in Gaza vor Tausenden Fans nochmals bekräftigte, Palästina reiche von der Maas bis an die Memel – ach nein: „Palästina ist vom Mittelmeer bis zum Jordan und vom Norden bis zum Süden unser Land und unsere Nation“, so sagte er – richtig. Und die Sympathien für die Hamas nehmen im Westjordanland zu, das zeigte die Studie auch.

Weiterlesen bei Schlamassel Muc…

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