“Provokation”: Nordkorea startet eine selbstgebaute Rakete

Als sich vor einigen Wochen im “isolierten” Teheran die Vertreter von rund 120 Staaten trafen und der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon dem Regime der Islamischen Republik Iran seine Aufwartung machte, verabredeten dieses und das Juche-Regime eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kernwaffenentwicklung akademischen Gedankenaustauschs.

Nordkorea strebt wie die Islamische Republik den Besitz von Kernwaffen an und suchte nach einem fehlgeschlagenen Raketentest im April Hilfe bei der Behebung “technischer Fehler”. Scheiterte die Konferenz in Teheran nach Ansicht des SPIEGEL-Besserwissers Christoph Sydow “gründlich”, funktioniert jedenfalls die dort vereinbarte Zusammenarbeit hervorragend:

“Aus aller Welt hatte es massive Warnungen gegeben – trotzdem hat Nordkorea am Mittwoch zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Langstreckenrakete gezündet. Schon jetzt feiert Pjöngjang den Start als Erfolg.”

Erst zum Wochenbeginn hatte die südkoreanische Regierung die Anwesenheit iranischer Spezialisten im Nachbarland bestätigt, die bei dem erfolgreichen Raketenstart wichtige Erkenntnisse für das eigene Rüstungsprogramm gewonnen haben dürften, das trotz aller Sanktionen und einer angeblichen Isoliertheit Teherans weitere Fortschritte macht.

Bereits vor vier Wochen berichtete die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), die unterirdisch gelegene Anlage zur Anreicherung von Uran in Fordo sei vollständig einsatzbereit. “Die eigentliche Brisanz des Berichts ergibt sich hingegen aus zwei Sätzen unter dem Punkt ‘Verschiedenes’”, wie Hans Rühle und Clemens Wergin für Die Welt schreiben:

“Demnach könnte Teheran unmittelbar vor der Produktion von waffenfähigem Plutonium stehen.”

Ein Ende November öffentlich gewordenes Diagramm aus einem iranischen Rüstungszentrum belegt zudem, daß das Mullah-Regime Computer-Simulationen für eine Waffe mit mindestens der dreifachen Sprengkraft der in Hiroshima eingesetzten Atom-Bombe durchgeführt hat. Vergeblich bat bisher die IAEA um Zugang zu den Resten der Anlage in Parchin, die Teheran nach einer Simulation im Frühjahr eilig um- oder abbaut.

“Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) möchte die iranische Atomanlage Parchin erneut begutachten. Dies wäre ‘sehr hilfreich’, weil an der Anlage in jüngster Zeit grosse Mengen von Erde bewegt worden seien, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano am Donnerstag in Washington.”

Während ihres jüngsten Treffens in Brüssel verschwendeten die europäischen Außenminister und Außenministerdarsteller übrigens nahezu keinen Gedanken an die vom iranischen Rüstungsprogramm ausgehenden Gefahren (nicht nur) für Israel. “The Council approved preparations for the annual review of EU restrictive measures against Iran”, heißt es lapidar im Abschlußdokument.

Wichtiger war es den Friedensnobelpreisträgern, ihren Unmut über die von noch gar nicht vorliegenden Bauplänen für Wohnhäuser in der israelischen Hauptstadt Jerusalem ausgehenden Gefahren für ihren Seelen- und den Weltfrieden in Worte zu fassen. Ihre Überraschung angesichts des iranisch-nordkoreanischen Raketentests ist also gewiß ehrlich. Ihre Empörung darüber ist es ebenso sicher indes nicht.

tw24

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