“Eine Geschichte menschlichen Leidens”: Eine deutsch-”palästinensische” Freundschaft im “Widerstand”

Heiko Flottau Seriosität zu unterstellen, hieße lügen. Bleibende Verdienste erwarb sich der “Korrespondent”, von 1996 bis 2004 für die Süddeutsche Zeitung in Kairo tätig, als er im April 2002 vom “Massaker von Jenin”, nun, irgendwie “berichtete”.

“Neben den ‘hunderten Toten’ seien ‘fast alle der 13.000 Insassen’ des ‘zu 95 Prozent’ zerstörten Lagers von den Israelis in die umliegenden Dörfer des Westjordanlands vertrieben’ worden, so die SZ. Bulldozer hätten ‘viele Häuser plattgewalzt’. [..] An anderer Stelle schreibt die Zeitung, dass man aus den Aussagen der Lagerbewohner schließen könne, ‘dass mindestens 300 Menschen, zumeist Zivilisten, willkürlich erschossen worden seien.’”

Eine Fact Finding Mission der Vereinten Nationen fand exakt 52 getötete “Palästinenser” und heraus, “that it was possible that as many as half of them were civilians”. Heiko Flottau lag mit seiner flotten Erzählung von “hunderten Toten”, “zumeist Zivilisten”, die “willkürlich erschossen worden seien”, also nur ganz geringfügig daneben.

An diese journalistische Heldentat Heiko Flottaus sollte sich erinnern, wer seine jüngsten Ausführungen liest, mit denen der mittlerweile in der deutschen Hauptstadt lebende “Nahostexperte” Aufmerksamkeit auf eine “Geschichte menschlichen Leidens” lenken will.

“Dies ist der Bericht des in Jerusalem geborenen Jamal Juma, der vom 16. Dezember 2009 bis zum 14. Januar 2010 in israelischer Internierungshaft saß. Ich kenne Jamal seit Jahren, er hat sich nie mit Gewalt gegen die israelische Besatzung aufgelehnt.”

Jamal Juma, von dem Heiko Flottau schwärmt, ist nicht unbekannt. Als einer der Gründer der Palestinian Grassroots Anti-Apartheid Wall Campaign, die auch als Stop the Wall firmiert, setzt er sich seit dem Beginn der Errichtung des Anti-Terror-Zauns durch Israel für dessen Abriß ein.

“Palästinensische” Terroristen, meint Jamal Juma vermutlich, haben ein Anrecht auf einen möglichst barrierefreien Zugang zu ihren jüdischen Opfern.

Und da ist ein Zaun, der eine Antwort ist auf die Zweite Intifada, in deren Verlauf mehr als 1.000 Bürger des “colonial racist apartheid state” durch den “palästinensischen Widerstand” ermordet wurden, natürlich ein unschönes zusätzliches Hindernis.

Während davon ausgegangen werden darf, daß “die Mauer” seither ungezählte Leben bewahrt hat, phantasiert Stop the Wall, sie sei “an integral part of the Zionist project to remove Palestinians from Palestine.”

Nun, 1949 lag der arabische Anteil an der Bevölkerung des “Zionist project” bei 14,92%, sechs Jahrzehnte später bei 20,27. Das hindert Stop the Wall freilich nicht daran, einen “langen Kampf” zu beschwören:

“We know that our struggle will not be won tomorrow, and we are not in a hurry. Our road ahead is long, and so we must build a strong foundation of resistance by staying honest and true to our principles. Generation after generation, we have to provide the youth with the lessons, guidance and trust they need and deserve so that they can continue to lead our struggle until one day we will be free and able to return to our homes.”

Ziel dieses “friedlichen” Vereins ist mithin nicht eine Koexistenz eines “palästinensischen” Staates neben der jüdischen Demokratie Israel, sondern ein judenreines “Palästina” ohne Israel – “one day we will be free and able to return to our homes”.

Diesem Ziel hat sich auch die im BDS Movement organisierte “palästinensische Zivilgesellschaft” verschrieben, zu der sich – natürlich – Jamal Juma zählt. “Since 2004, we have been calling for a boycott of Israel”, beschreibt er den Daseinszweck dieser Bewegung in einem Interview.

Das BDS Movement fordert ganz ausdrücklich dazu auf, Juden zu boykottieren, nicht etwa nur “Siedler” und deren Waren. Das geht selbst den Katholiken von pax christi zu weit, hindert sie aber nicht, Jamal Juma bei sich zu empfangen, der auch noch Zeit hat für das Palestinian Agricultural Relief Committee (PARC).

PARC denkt sich israelische “Kriegsverbrechen” aus, klagt über eine “Judaization of Jerusalem” – 1948 lag der jüdische Bevölkerungsanteil bei 96,4 Pozent, 2008 betrug der arabische Anteil an der Bevölkerung der israelischen Hauptstadt rund 35% – und hält Israel für ein “Apartheid Regime”.

Heiko Flottau nennt Jamal Juma einen “Freund”. Daß der ein Lügner, ein Verleumder ist, der sich in Organisationen engagiert oder diese (mit-)gründete, deren einziger Zweck es ist, Israel zu dämonisieren und dazu beizutragen, daß antisemitische Terroristen Nachwuchs rekrutieren können, sollte freilich einem Journalisten nicht entgehen.

Heiko Flottau jedoch bat Jamal Juma, eine Geschichte aufzuschreiben, die er dann übersetzte. Das Ergebnis, wahrlich “eine Geschichte menschlichen Leidens”, ist so glaubwürdig wie deren Auftraggeber und Übersetzer einer- und der als Zeuge in eigener Sache auftretende Autor andererseits.

Irgendwo in Jenin warten bestimmt noch “mindestens 300″ Leichen auf ihre Entdeckung …

tw24

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