`Four more years´ : Knapp daneben ist auch vorbei

Spätestens seit Gerhard Schröder die Gummistiefel angezogen hat um medienwirksam durch die überfluteten Elbauen in Ostdeutschland zu waten, sollte eines klar sein: Naturkatastrophen sind die vornehmsten Diener eines jeden Amtsinhabers.
Für einen kurzen Moment sah es tatsächlich so aus, als könnte Mitt Romney die Wahl zum Präsidenten der USA gewinnen: Für ein paar kurze Tage im Oktober, in der “guten alten Zeit” zwischen dem ersten TV-Duell und dem Hurricane “Sandy”.

Dieser kurze Augenblick, dieser flüchtige Moment, mag jenen Romney-Fans entgangen sein, die auch dann noch an den Wahlsieg Mitt Romneys glaubten, nachdem irgendein Spinner aus dessen Partei was darüber gemurmelt hatte, Frauen könnten durch “legitime Vergewaltigungen” nicht schwanger werden – und Romney außer seinem lauwarmen “na, so hätte ich das aber auch nicht gesagt” nichts äußerte.

Spätestens ab diesem Moment ließ sich das TV-Publikum dann doch wieder lieber davon überzeugen, dass der aktuelle Potus, in anspruchsvoller Freizeitkleidung, bei Aufräumarbeiten an der Ostküste eine staatstragend-gute Figur macht; und wer kann es den Obama-Strategen verdenken, dass sie keine Krise verschwenden, um ihren Mann an die Wähler zu bringen? Immerhin ist das ihr Job, und den machen sie exzellent.
Es sollte von daher keine Überraschung gewesen sein, dass Obama wiedergewählt wurde. Aber, und das ist in all den Jubelmeldungen, dem Hopey-changey-Gelaber und dem “Forward”-Gebrüll (dem ich lediglich ein einfaches “Fast forward, please” hinzufügen möchte) vielleicht in Vergessenheit geraten: Es wurde nicht nur eine Person, es wurde eine Programmatik im Amt bestätigt.

Und zwar trotz ihres unwiderlegbaren Scheiterns angesichts der Wirklichkeit; vielleicht sogar gerade deshalb. Diese “politische” Programmatik hat in vier Jahren eine unzweideutige Bilanz erzielt: eine Staatsverschuldung von aktuell $16 Billionen, die zudem jedes Jahr um knapp zehn Prozent wächst, eine Arbitslosigkeit von offiziell knapp 8% (zu denen man guten Gewissens noch mal die Hälfte dazu addieren kann um einen Wert zu haben, der eher stimmt). Und ferner wäre da noch diese “Kleinigkeit” von rund 46 Millionen US-Bürgern, beinahe jede/r Sechste, der/die ohne Food-stamps nichts zu essen hätte.
Man kann also nicht behaupten, die letzten vier Jahre hätten keine Wirkung gehabt. Klingt doch nach einem vollen ökonomischen und sozialen Erfolg, oder etwa nicht, liebe Leserinnen und Leser? Wer noch alle Sinne beisammen hat, würde sagen: Ihr seid pleite, aber so was von pleite! Und wie ihr da von alleine jemals wieder rauskommen wollt, ist völlig schleierhaft.

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