18 Jahre und kein bißchen schuldig

In Genf, dieser Trutzburg von “Frieden” und “Völkerverständigung”, traf sich am Montag zum ersten Mal eine Delegation der Republik Argentinien mit Repräsentanten der Islamischen Reublik Iran. Ziel dieses Treffens war es, das Attentat auf die AMIA zu untersuchen, bei dem vor 18 Jahren 85 Personen ermordet wurden, indem ein Attentäter sich zusammen mit seiner Bombe vor dem jüdischen Gemeindezentrum von Buenos Aires in die Luft sprengte.

Vor diesem Hintergund ließ die Pressestelle der Islamischen Republik Iran in einem effektiven Presse-Scoop in der auflagestärksten argentinischen Tageszeitung zum x-ten Mal in 18 Jahren behaupten, dass man nichts, aber auch rein gar nichts, mit diesem Massenmord zu tun hätte – dass es anders sein könnte, ist selbstverständlich völlig unvorstellbar; mindestens so unvorstellbar, wie dass die Erde keine Scheibe ist.

Aus der Cancillería, der argentinischen Außenbehörde mit Sitz im Palacio San Martín, war mit Blick auf die Verhandlungen in bezeichnender Indiskretion zu vernehmen, dass sich in Genf “ein paar Unfähige ohne Erfahrung” mit “Fantomen” treffen würden, um die bilateralen Beziehungen zu bereinigen; warum sollte es dem argentinischen Staat mit seinem AA-Personal auch besser gehen, als dem deutschen? Wirtschaftlich läuft es übrigens auch zwischen diesen beiden Staaten gut und es soll immer besser werden – wenn nur, wie gesagt, “das mit den Juden” nicht wäre.

Ramin Mehmanparast, Mundstück der Mullah-Diplomatie, hat im Vorwege bereits angekündigt, dass man solange “verhandeln” würde, bis man zu einem zufriedenstellenden Ergebnis käme: “Las negociaciones en marcha (con la Argentina) van a continuar hasta que se alcance una clara conclusión” / “Die auf den Weg gebrachten Verhandlungen (mit Argentinien) werden solange fortgesetzt, bis sie zu einem klaren Ergebnis kommen.”

Wie diese “conclusión clara” aus iranischer Sicht auszusehen hätte, geht aus der einschlägigen Erklärung ja bereits schon jetzt ganz unzweideutig hervor. Fragt sich lediglich, inwieweit in dieser Angelegenheit die Wahrheit mit einer diplomatisch geschickten Wortwahl kompatibel ist, oder ob man sich diese “Verhandlungen” nicht besser sparen könnte.

In welchem Umfang die überfällige Anaylse und Sanktionierung “Aufarbeitung” der Vergangenheit auf Vermittlungsbemühungen des lateinamerikanischen Brückenkopfes der Mullah-Diktatur in Caracas, a.k.a. Hugo Chávez, zustande gekommen ist, geht aus den Agenturmeldungen nicht hervor.

Ebensowenig ist aus dem Pressematerial ersichtlich, ob die Regierung von Cristina Kirchner interessiert daran wäre, auch das Attentat auf die israelische Botschaft im Jahre 1992 aufzuklären, dessen Urheberschaft das Mullah-Regime ebenfalls zu allen Zeite denunzieren musste.

tw24

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