“Würdevolles Gedenken”: Dresden integriert die NPD

Es ist schon bemerkenswert: Konnte, als der Führer noch an seinen Endsieg glaubte, Dresden sich tatsächlich rühmen, die deutsche Stadt zu sein mit der höchsten Dichte an NSDAP-Mitgliedern, gab es, je länger die mit Waffengewalt erzwungene bedingungslose Kapitulation des Reichs zurückliegt, nur noch Unschuld und Opfer in der sächsischen Landeshauptstadt.

Und so ehrt die unschuldige Stadt denn auch nicht Sir Arthur Harris, sondern dessen “Opfer”. Die Anständigen der Stadt haben die Frauenkirche wiedererrichtet, die ein “weltweite[s] Symbol für Frieden und Versöhnung” sein soll, und demnächst beabsichtigen sie, mit der Gedenkstätte Busmannkapelle die Welt zu belästigen:

“Die neue Gedenkstätte soll an die Geschichte der Kirche, die Schrecken des Krieges, an den Machtmissbrauch der Diktatoren sowie an den christlichen Widerstand erinnern und ein Ort der Bildung und Besinnung werden.”

Und lehrreich ist in der Tat, wie der letzte Bauabschnitt dieser Gedenkstätte im Stadtrat Dresdens auf Antrag von CDU- und FDP-Fraktion beschlossen wurde: nämlich “mit den Stimmen der NPD”, deren Jens Baur darob sich über einen “Schritt hin zu einem würdevollen Gedenken an die Opfer der alliierten Bombenangriffe” freute.

Finanziert werden wird, wie die sächsische NPD betont, das “würdevolle Gedenken” mit “Geldern des ‘Lokalen Handlungsprogrammes für Demokratie und Toleranz und gegen Extremismus’, aus dem ansonsten hauptsächlich Berufsantifaschisten und fragwürdige linke Projekte bezahlt werden”. Für die Zivilgesellschaft erklärt Sebastian Kieslich, CDU, daß ihr nichts peinlich ist:

“Um also vorweg zu stellen: Der Antrag ist kein Werk einzelner Stadträte und dahinter steht kein Parteiauftrag. Nein, unser Antrag entspricht dem Wunsch vieler Dresdner nach einem würdigen Gedenkort für die Luftkriegstoten im Zentrum unserer Stadt. [..] Und zugleich soll dieser Ort die Dresdner und ihre Gäste unterrichten, was Krieg, Unrecht und Gewaltherrschaft mit sich bringen.”

In Dresden kam sie spätestens am 19. Oktober wieder zu sich, die würdevolle deutsche Opfergemeinschaft, die keine Parteien mehr kennt.

tw24

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