Dänemark: “Judenkekse im Gasofen gebacken – Frohe Weihnachten”

Am Montag tauchte auf der Facebooksite eines dänischen Nutzers ein Bild mit der Unterschrift auf, “Judenkekse im Gasofen gebacken – Frohe Weihnachten”, ausgestellt in einem dänischen Supermarkt.

Schnell versammelten sich auf der Seite einige hundert Nutzer, die sich in der Mehrzahl über den geposteten Text und das Bild amüsierten und mit hämischen, auch antisemitischen Sprüchen kommentierten. Das Bild fand schnell Verbreitung und wurde in der weltweiten Facebook-Gemeinschaft mit Wohlwollen “LIKE” bedacht.

Zwar gab es auch viele Leute, die diese Form von Humor verabscheuten und die den Eintrag überhaupt nicht lustig fanden und ihren Abscheu zum Ausdruck brachten, jedoch waren diese Leute deutlich in der Unterzahl.

Ein Kommentator schrieb, “67 Jahre nach dem Holocaust, sind Menschen, die ihre Kinder in die Gaskammern gehen sahen noch am Leben. Menschen, deren Brüder und Schwestern getötet wurden sind noch am Leben, und ihre Kinder und Enkel müssen mit diesem Schmerz leben”.

Ein anderer schrieb, “Und die Menschen auf Facebook machen Witze darüber, wie die Juden in Gaskammern getötet wurden und lachen. Ich jedenfalls habe keinen Sinn für diesen Humor, weil ich darüber nicht lachen kann”.

Mit Hilfe eines Dänen wurde schnell klar, dass es sich auf dem Foto um einen Supermarkt der dänischen Firma SuperBrugsen (Dagli’Brugsen) in Thorsager, Denmark handelt. Nach erklärung des Sachverhaltes und der Frage, ob die auf dem Foto abgebildete Reklame tatsächlich aus einem ihrer Märkte stamme, teilte ein Repräsentant der Firma mit, dass es sich um ein verfälschtes Preisschild handelt, dass wahrscheinlich von einem Kunden oder Mitarbeiter als Witz aufgestellt wurde.

“Derzeit untersuchen wir den Fall, aber es handelt sich um einen geschmacklosen Scherz. Das Bild hat nichts mit SuperBrugsen zu tun, wie es aussieht, hat jemand das Preisschild verfälscht. Für uns ist völlig inakzeptabel, dass soetwas in unseren Filialen eingesetzt würde”, heißt es in einer Erklärung.

Ironischerweise sind Judenkekse (jødekager) ein traditionelles Weihnachtsgebäck in Dänemark, dass ursprünglich durch jüdische Bäcker in Kopenhagen hergestellt wurde und seit mehr als 100 Jahren dort bekannt ist.

Der Firma SuperBrugsen kann kein Vorwurf wegen des verfälschten Preisschildes gemacht werden, und ich gehe persönlich davon aus, dass die Mehrheit des dänischen Volkes diesen widerwärtigen Scherz eines Dummkopfes, überhaupt nicht lustig findet.

Vielmehr sollten wir uns in diesem Zusammenhang an die Zivilcourage und den Mut erinnern, mit dem das Dänische Volk während des Holocaust seine jüdischen Bürger vor dem Zugriff der deutschen Besatzer und der Deportation in die Vernichtungslager schützte.

Von Dean Grunwald

Redaktion IsraelNachrichten

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Eine Antwort zu Dänemark: “Judenkekse im Gasofen gebacken – Frohe Weihnachten”

  1. arno wahl schreibt:

    irgendwie geschmacklos, aber das Produkt wird Kaeufer finden (wenn es sich rumspricht) Deppen gibt es ueberall , Altmeier frisst alles (mutmasslich)

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