Du bist Deutschland

Der “Nahost-Experte” Michael Lüders bietet auf seiner Website Interessierten an, sie mit “individuelle[n] Strategien zur Markterschließung” zu unterstützen, er vermittelt “örtliche Kontakte”, er hilft bei der “Standortauswahl”, berät über “islamische Gesellschaftsordnung und Wirtschaftsethik” und noch vieles mehr.

Michael Lüders freut sich über “die traditionell guten Beziehungen Deutschlands zu den nahöstlichen Staaten”, wenngleich er einräumen muß, es sei “allerdings nicht immer einfach, in der Region Fuß zu fassen”. Aber dafür gibt es ja ihn und seine “Nahostberatung”:

“Persönliche Kontakte und kulturelles Know-how sind entscheidend, um im Wettbewerb mit anderen Anbietern zu bestehen. Diesen Vorteil garantiert Ihnen die Nahostberatung von Michael Lüders.”

Der Nahe Osten umfaßt, wie eine Karte auf Michael Lüders’ Website zeigt, ein Gebiet, auf dem Städte liegen wie Damaskus, Ankara, Jerusalem, Teheran, Riad, Jiddah oder Sanaa. Mit allenfalls drei Ausnahmen – Jerusalem, Ankara und Istanbul –  gehören sie zu Staaten, die von Despoten geführt werden, in deren Wortschatz Menschenrechte nicht vorkommen.

Michael Lüders hat damit aber nicht das geringste Problem, er lebt, so ist anzunehmen, vielmehr gut und gern davon, seinen Klienten Skrupel, die diese vielleicht wegen des einen oder anderen unschönen Berichts aus der Region haben mögen, auszureden. Die “islamische Gesellschaftsordnung” ist für Michael Lüders – vor allem eine lohnende.

Nun geht die schöne “islamische Gesellschaftsordnung” mit ihren blutbesudelten Despoten und Günstlingen, mit denen Michael Lüders und Kundschaft beste Geschäfte machen konnten, allerdings langsam aber sicher zum nächstbesten Teufel, und an ihre Stelle treten islamistische Unordnungen und Bürgerkrieg, was Michael Lüders’ Konto gewiß nicht guttut.

Man kann daher verstehen, daß der “Nahost-Experte” sauer ist, wenn die Regierung in Jerusalem sich erdreistet, die “Regierung” in Teheran beim Wort zu nehmen und über Maßnahmen nachdenkt, deren verbalen und (bislang “nur”) terroristischen Angriffen ein Ende zu setzen, indem sie dessen Atomanlagen zerstört.

Damit, fürchtet Michael Lüders nicht ganz unberechtigt, droht auch ein Ende seiner “persönliche[n] Kontakte” in Teheran, die munter erklären, ihre Islamische Republik sei ein “Pioneer of Resistance against [the] Zionist Regime”, das wiederum ein Werkzeug sei, “to control the Middle-East and the entire world”.

“The Iranian president further stated that the International Quds Day is the day of unity among all human beings to remove the Zionist black stain from the human society.”

“Tehran’s Substitute Friday Prayers Leader Ayatollah Ahmad Khatami said on Friday that the Zionist regime will meet destruction through unity in the Islamic world.”

“[General Firouzabadi] noted, ‘The Iranian nation is standing for its cause that is the full annihilation of Israel’.”

Bereits 2006 forderte ein ob solcher Rhetorik besorgter Sicherheitsrat der Vereinten Nationen das Regime in Teheran auf, auf jegliche Anreicherung von Uran zu verzichten, im Juni 2010 blieb dem Gremium nur, mit seiner Resolution 1929 überrascht die Existenz der neu errichteten Anlagen in Fordo festzustellen:

“Iran has constructed an enrichment facility at Qom in breach of its obligations to suspend all enrichment-related activities, and [..] Iran failed to notify it to the IAEA until September 2009, which is inconsistent with its obligations under the Subsidiary Arrangements to its Safeguards Agreement [..].”

Fragt der hysterisch wirkende Michael Lüders im deutschen Staatsradio, “mit welchem Rechtsgrund, mit welcher Begründung will man eigentlich einen Krieg gegen den Iran [..] legitimieren”, verrät er nicht nur Ahnungslosigkeit, sondern desavouiert sich als “Nahost-Experte”, zumal er erklärt, ein israelischer wäre “auf jeden Fall ein völkerrechtswidriger Angriff”.

Focus online zitiert den “Nahost-Experten”, der mit seinem Märchenbuch “Iran: Der falsche Krieg” bereit jetzt als Kriegsgewinnler gelten kann, mit den Worten, die israelische Regierung handle nicht “rational”, wenn sie sich und ihr Land auf den angekündigten Versuch vorbereitet, “Israel vollständig zu vernichten”.

Zur Meinungsfreiheit gehört es, Juden und die jüdische Demokratie hassen und sich ihre Vernichtung wünschen zu dürfen, Berufs- und Vertragsfreiheit erlauben es, mit Tyrannen Geschäfte anzubahnen oder zu machen. Einem “Nahost-Experten” eine Bühne zu geben, der die israelische Regierung irre nennt und die in Teheran verteidigt, indes hat mit Journalismus nichts zu tun.

tw24

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