The missing Headline: Iran verschärft Rhetorik gegen Israel

Es ist schon bemerkenswert, was Nachrichtenagenturen und deren Kundschaft berichtenswert erscheint. “Israel”, kann man am Montagmorgen lesen, “Israel verschärft Rhetorik gegenüber dem Iran”. Die versprochene Verschärfung sucht man freilich vergeblich:

“Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Sonntag im Kabinett, der Iran stelle die größte aller Gefahren für Israel dar. ‘Daher wiederhole ich und bekräftige nochmals: Der Iran darf nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen’, erklärte er.”

Da fordert selbst der UN-Sicherheitsrat mehr, dem Säbelrasseln gleichwohl nicht nachgesagt wird:

“The Security Council [..] [d]emands [..] that Iran shall suspend all enrichment-related and reprocessing activities, including research and development [..].”

In Teheran, und davon liest man in deutschsprachigen Medien nichts, wird in dieser Woche auf einer Konferenz darüber beraten, wie “Palästina” in der nächsten Zeit “befreit” werden könnte. Am Wochenende sind dann in aller Welt sowie Berlin Aufmärsche geplant, die dieses Ziel bekräftigen sollen.

Begleitet wird die Konferenz “Resistance, Islamic Awakening and Liberation of Palestine” von Auftritten, an deren Rhetorik offenbar nichts auszusetzen ist. So freut sich etwa Ayatollah Seyyed Ahmad Khatami, “the nations of the region, which have toppled dictators, also have the power to annihilate the Zionist regime”.

Hatte bereits vor einigen Wochen der iranische Chief of Staff Hassan Firouzabadi als Ziel allen staatlichen Handelns aufgegeben, “the Iranian nation is standing for its cause that is the full annihilation of Israel”, rief “Präsident” Mahmoud Ahmadinejad kürzlich die Welt dazu auf, sich aus einer “über 400 Jahre” (!) andauernden “zionistischen Herrschaft” zu befreien:

“[T]he forces must get united, and their ultimate objective must be the annihilation of the Zionist regime.”

Daß es sich hier nicht “nur” um “Kritik” an der israelichen Regierung handelt, wir daran deutlich, daß es vor 400 Jahren  noch gar keinen Zionismus gab. Der islamistische Antisemit Mahmoud Ahmadinejad zielt mit seiner Drohung auf alle Juden, nicht nur jene, die in Israel leben, nicht nur jene, die sich selbst als Zionisten sehen.

Vergeblich ist die Suche nach nur einer einzigen Überschrift: “Israel verschärft Rhetorik gegenüber dem Iran”. “Wir zeigen Suchergebnisse ohne Anführungszeichen, weil es für Ihre Anfrage nicht genügend Ergebnisse gibt”, meldet StartPage “enhanced by Google”:

Reagiert Benjamin Netanjahu, indem er feststellt, daß ist, was ist, so “verschärft” Israel die “Rhetorik gegenüber dem Iran”; kündigt das Regime in Teheran die Vernichtung Israels an, erklärt sich also so zu dessen Feind, tritt es damit allenfalls eine Diskussion über “Übersetzungsfehler” los, ohne sich übrigens an dieser zu beteiligen.

Es ist überfällig, daß die israelische Regierung ihren Analysen Taten folgen läßt.

tw24

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