Israelische Streitkräfte verhindern terroristischen Angriff

Während, wie Haaretz es formuliert, “Dutzende Raketen und Mörsergranaten in der Nähe von Gaza und im Süden Israels” offenbar aus eigenem Antrieb “explodierten”, griffen in der vergangenen Nacht islamistische Terroristen aus Ägypten und Gaza einen ägyptischen Grenzposten in der Nähe von Kerem Shalom an und versuchten, nach Israel vorzudringen.

Bei ihrem Überfall ermordeten die Angreifer mindestens 16 ägyptische Grenzpolizisten beim Fastenbrechen, wenigstens sieben wurden verletzt und werden in einem Krankenhaus behandelt. Mit gestohlenen Armeefahrzeugen griffen die Terroristen dann israelisches Territorium an. Israelische Luftstreitkräfte konnten die Angreifer neutralisieren.

“One of the vehicles blew up near the Kerem Shalom border crossing, while the other one managed to infiltrate into Israel. The gunmen fired tank shells toward Israeli forces stationed at the border, but IAF aircraft managed to hit the armored vehicle.”

Während bislang sich niemand zu dem gescheiterten Angriff bekannte, leugnen Hamas und PFLP jede Beteiligung und “verurteilen die Attacke auf die ägyptischen Grenzpolizisten”, nicht jedoch den folgenden Angriff auf Israel. In ihrer Erklärung machen die PFLP denn auch Israel indirekt für die Angriffe verantwortlich:

“The Front also warned that the only beneficiary of such an action is the state of Israel and its plans for hegemony and control over Sinai, all of Palestine, and the Arab world, and that the Zionist state has as a strong goal undermining any and all relations – particularly improved relations – between the Arab Republic of Egypt and the Palestinian people, and fraying the deep ties between the Egyptian and the Palestinian people.”

Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi kündigte eine “harte Antwort” auf die Attacken an, während die ägyptische Armee den Grenzübergang in Rafah auf unbestimmte Zeit abriegelte. Auch der Grenzübergang Kerem Shalom zwischen Israel und Gaza wurde geschlossen. Der Übergang wird derzeit vor allem dazu genutzt, Gaza mit Treibstoff zur Energiegewinnung zu versorgen.

Nach Angaben der ägyptischen Tageszeitung al-Youm al-Saba’a vermuten ägyptische Sicherheitskräfte den “palästinensische” Islamic Jihad und internationale Jihadisten hinter den Angriffen. Zugleich wird der ägyptische Präsident aufgefordert, den Friedensvertrag mit Israel zu überdenken, der tatsächlich nur eine sehr eingeschränkte Präsenz ägyptischer Streitkräfte in Sinai erlaubt.

Freilich entspringen solche Forderungen kaum dem Wunsch, die israelisch-ägyptische Grenze zu sichern. Denn erst mit dem “arabischen Frühling” gaben ägyptische Sicherheitskräfte die Kontrolle über Sinai an kriminelle und terroristische Banden ab, während sie zuvor mit den im Friedensvertrag erlaubten polizeilichen Mitteln die Grenze ja durchaus sichern konnten.

Wenn der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak nun von einem “Weckruf” für Ägypten spricht, seine Souveränität über Sinai im Rahmen des Abkommens von Camp David wiederherzustellen, ist dies eine mehr als berechtigte Forderung, während hinter nur ähnlich klingenden ägyptischen Wünschen gewiß keine friedensstiftenden Motive stehen.

Den israelischen Streitkräften ist es mit ihrer schnellen Reaktion gelungen, “größeres Unheil abzuwenden”, wie Generalstabschef Benny Gantz erklärte. Die allenfalls ambivalenten Reaktionen der ägyptischen Seite sind hingegen ein Beleg dafür, daß die jüdische Demokratie vom “neuen” Ägypten keine ernsthafte Kooperation erwarten darf.

tw24

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