Juden raus: “Palästinensische Zivilgesellschaft” gegen Daniel Barenboim

Daniel Barenboim hört sich selbst gern reden. Das wäre kein Problem, gäbe es nicht Medien, die an des Schwätzers Lippen hängen und so bereitwillig wie unkritisch jeden Schwachsinn, den diese formulieren, weitergeben.

Und so verging in den letzten Wochen kaum ein Tag ohne einen Auftritt des bekennenden Verehrers des rasenden Antisemiten Richard Wagner, der stets weiß, wer für den “Nahost-Konflikt” verantwortlich ist:

“Was ist ein israelischer Patriot? Worauf kann man heute stolz sein? Wie wollen Sie Patriot sein in einem Staat, der seit 45 Jahren fremdes Territorium besetzt?”

Sein West-Eastern Divan Orchestra präsentiert er dagegen als “eine denkende Alternative”, finden in ihm doch Araber und Juden zusammen, wenngleich natürlich das Feindbild auch hier stimmen muß:

“Ein Israeli, der findet, seine Regierung mache alles richtig, der würde dem Divan-Orchester erst gar nicht beitreten.”

Warum liest man das in Deutschland so gern?

“In Deutschland wird, wer israelische Regierungspolitik kritisiert, von Medien und aus anderen Bereichen der Gesellschaft in der Regel reflexartig mit dem Etikett ‘Antisemit’ versehen. Umso wichtiger ist eine Stimme wie die Ihrige.”

Peinlich wird es allerdings, scheitert, wer doch nur die “israelische Regierungspolitik kritisiert”, an der “palästinensischen Zivilgesellschaft”. Denn diese hat – repräsentiert durch die “NGO” PACBI – jetzt Daniel Barenboim eine Absage erteilt:

“The Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel (PACBI) is alarmed that the UN is organizing a concert for the West-Eastern Divan Orchestra (WEDO), to be held at the Augusta Victoria on July 31st, 2012. Given WEDO’s political agenda that promotes normalization and conflicts with the Palestinian struggle for rights and upholding international law, we call upon you to cancel this ill-conceived concert.”

PACBI ist Teil der “palästinensischen” BDS-Bewegung, die für sich beansprucht, die “palästinensische Zivilgesellschaft” zu repräsentieren. In Deutschland kooperiert etwa die katholische “Friedensbewegung” pax christi mit dieser “Zivilgesellschaft”.

In deutschsprachigen Medien herrscht nun freilich beredtes Schweigen darüber, daß es diese in der Tat entlarvende Protestnote der “palästinensischen Zivilgesellschaft” gibt und wie die Vereinten Nationen auf sie reagierten:

“Noting the objections of some groups it was decided – with regret – not to proceed [..].”

Dieses Schweigen – in das auch Daniel Barenboim einstimmt – ist wohl nicht verwunderlich. Es ist nämlich mit diesem Protestbrief und der Reaktion darauf nur allzu deutlich geworden, welche Seite sich einer friedlichen Konfliktlösung verweigert.

Die “palästinensische Zivilgesellschaft” will – von Antisemitismus getrieben – nichts zu tun haben mit Juden, keinen Dialog; nicht einmal einem Konzert will sie gemeinsam mit Juden lauschen. Und damit ist zwangsläufig auch Daniel Barenboims Orchester blamiert.

Der “Apartheid”-Staat Israel ist gekennzeichnet durch eine bunte Gesellschaft, in der Juden eine ebenfalls bunte Mehrheit bilden und in der Platz ist für Minderheiten. Die “palästinensische Zivilgesellschaft” hingegen will judenrein sein.

Das allerdings können deutsche Medien so wenig zugeben wie Daniel Barenboim und menschenrechtsaktive “Israelkritiker”. Der offene Judenhaß just jener “Palästinenser”, mit denen sie so gern kooperieren, straft nämlich auch sie Lügen und zeigt ihre “Kritik” als das, was sie ist.

Wer laut über ein “joint Palestinian-Israeli Orchestra” klagt, das die Interessen der “Palästinenser” verrate, will keinen Frieden für Israel und verdient nicht die geringste Unterstützung.

Dies indes kann niemand eingestehen, der “Stimme[n] wie die Ihrige” braucht, seine “Israelkritik” reinzuwaschen. Denn damit würde klar, daß es ihr nie um “Palästinenser” ging oder deren Menschenrechte.

tw24

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