Reportage: Braunschweig mit Wannsee-Blick

Auf dem Podium begrüßte als Moderator Pfarrer Erchinger die Referenten. (Der Begriff Diskutanten hätte ja mindestens gering von einander abweichende Meinungen bedingt.) Sichtlich gerührt, ein Podium mit gleich drei Heroen der nationalen, fast schon internationalen Israel-Basher-Szene moderieren zu dürfen. Besonders angezuckert schien er vom Marvi-Marmara-Überlebenden Norman Paech zu sein, der „bei dem Angriff der Israelis auf friedliche Unbewaffnete dabei war“. Lieber Pastor Erchinger, hätte auch nur einer ihrer KDV-Schützlinge seinerzeit Ihre Definition von „unbewaffnet“ oder „friedlich“ vor der Kommission kund getan, so hätte dieser dadurch aber eine Express-Fahrkarte in die nächste Kaserne gelöst.

Die alte Frage, ob Gott existiert oder nicht konnte an diesem Abend leider auch nicht beantwortet werden. Nur, wenn es ihn gibt, dann hat Erchinger einen sehr guten Draht zu ihm. Wie sonst wäre es zu erklären, dass es an diesem Abend bei all den Lügen und Verdrehungen keine Frösche im Saal der Brunsviga regnete.

Den Anfang durfte die Gran Dame der Runde machen: Felicia Langer. In Israel sei die Nakba verboten. Israel sei die viertgrößte Militärmacht weltweit. Und laut Aussage eines Juden aus Südafrika sei die Besatzung in Israel hundertmal schlimmer als die Apartheid. Das Wichtigste sei Druck auf Israel, damit es nicht so weiter mache. Die Revolution in Ägypten hätte eine Vision hervorgebracht. Und sie hätte mit Liebe den Palästinensern das andere Gesicht des israelischen Volkes gezeigt, was zur Folge gehabt hätte, dass in Palästina sehr viele Mädchen den Namen Felicia trügen. „Wir sind beide Holocaust-Überlebende und mein Mann sowieso.“ Durch ihre Vergangenheit (Holocaust) hätten die Deutschen eine Verpflichtung: „Freundschaft zu Israel? Ja, aber eine kritische!“ mahnte Langer mit erhobenen Zeigefinger. Eine Felicia Langer lädt man sicher nicht ein um Informationen zu erhalten. Aber ihre von mir nicht weiter kommentierte Ich-habe-mein-Leben-lang-gekämpft-Show kommt beim geneigten Publikum gut an.

Interessanter war da schon ein Johann Galtung, der mit ruhiger Stimme strukturiert vortrug, wie man Konflikte beilege:

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