Und der nächste Islamist im Staatsdienst: Darf ein Salafist Gefängnisseelsorger sein?

In Thüringen gerät ein Imam ins Visier des Verfassungsschutzes. Der Gefängnisseelsorger Abdullah Dündar soll ein Salfisten sein und die „Errichtung eines islamischen Gottestaates“ unterstützen. Das Thüringische Justizministerium sieht derweil keinen Grund zur Besorgnis.

Erfurt (idea) – In Thüringen ist ein islamischer Gefängnisselsorger in die Kritik geraten. Das Landesamt für Verfassungsschutz (Erfurt) hält Imam Abdullah Dündar für einen Salafisten. Dem Amt lägen „Hinweise vor, dass Dündar Bestrebungen verfolgt, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet sind“, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ/Ausgabe 30. Mai). Der Behörde zufolge unterstützt er die „Errichtung eines islamischen Gottestaates“ mit uneingeschränkter Gültigkeit des Religionsgesetzes, der Scharia. Nach Angaben der Verfassungsschützer ist Dündar Vereinspräsident des Internationalen Islamischen Kulturzentrums Erfurter Moschee. Seit 2004 ist der Imam als Seelsorger in den thüringischen Haftanstalten Tonna und Goldlauter tätig. Er betreut dort jeweils im Durchschnitt knapp 20 Gefangene. Der zuständige Staatssekretär im Thüringer Justizministerium, Dietmar Herz (SPD), erklärte gegenüber der Zeitung: „Ich sehe keine Gewaltbereitschaft bei Herrn Dündar.“ Daher habe er keine Veranlassung etwas zu ändern. Die Erkenntnisse des Verfassungsschutzes reichten nicht aus, um ihn von der Seelsorge auszuschließen. Der Imam selbst wehrt sich gegen die Vorwürfe. Die Behörden könnten ihn „24 Stunden am Tag lebenslang abhören, sie werden nichts finden“.

EZW hält den Imam für einen Salafisten

Der Islam-Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Berlin), Friedmann Eißler (Berlin), hält Dündar für einen Kopf der salafistischen Szene. „Was ich von ihm sehe, macht klar, er gehört zu den führenden Leuten.“ Als Anhaltspunkte nannte Eißler gegenüber der FAZ die Kopfbedeckung, die Länge des Bartes und die traditionelle Kleidung. Salafisten erkennten die Regeln des Staates zwar an, dies sei aber nur eine „vorläufige Konstruktion“. In ihrem Verständnis sei die Gesetzgebung Gott vorbehalten. Daraus resultiere die Ablehnung des Demokratie, in der der die Gewalt vom Volk ausgehe.

Mitteldeutsche Kirche: Keine Stellungnahme

Das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (Erfurt) wollte zu dem Fall keine Stellungnahme abgeben. Man habe dazu keine Kenntnis, hieß es auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Die Salafisten haben nach Schätzung des Verfassungsschutzes etwa 3.800 Anhänger in Deutschland. Sie treten für die absolute Geltung des islamischen Religionsgesetzes, der Scharia, ein und wollen Staat, Gesellschaft und das Leben des Einzelnen nach ihren Normen umgestalten. Ziel ist in letzter Konsequenz ein Gottesstaat.

Mehr…

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus Antizionismus, Deutschland Nazis, Ehrenmorde Islam Muslime, Kirche, SPD Sozialfaschisten, Terrorismus Islamismus Festnahme, Verbrechen abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.