dem Geiste abgeschworen

Indem aber die Grenzen zwischen Lehrautorität und Studierenden scheinbar aufgehoben werden, mit den Lehrenden während der Vorlesung per Du und auf gleicher Augenhöhe geredet werden kann, verliert sich nicht nur jegliche individuelle Regung im Strom der konformistischen Komplizenschaft, sondern auch das bisschen Bildung, das vom bürgerlichen Bildungsidealismus des späten 18. Jahrhundert noch übrig ist, versickert im scheinbar gleichwertigen Austausch. Wo von Seiten der Lehrenden, jenseits der inhaltsbefreiten Abfrage von Gedächtnisleistung zu Semesterende, keine Wertung mehr stattfindet, wo die Studierenden in Gruppendiskussionen und im selbstständigen Gestalten von Lehreinheiten auf die selbe Stufe erhoben werden, muss auch das Wissen der Lehrenden als gleichwertig angesehen werden, als genauso banal und unsinnig wie das reproduzierte Halb- bis Unwissen der Studierenden. Aber die Vermittlung von Wissen, dieses Ideal ob dessen die Universität ja eigentlich gegen ihre Feinde noch in Schutz genommen sei, hat mit der, in wohlige Selbstfindung getauchten, Wertsteigerung der eigenen Arbeitskraft, ohnehin soviel zu tun, wie Wilhelm von Humboldt mit Rudolf Steiner.

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