Schriftsteller Mosebach: Islam gehört nicht zu Deutschland

Der Büchner-Preisträger Martin Mosebach hat die Äußerung „Der Islam gehört zu Deutschland“ als verantwortungslos und demagogisch bezeichnet. „Was hat der Islam zu unserer politischen und gesellschaftlichen Kultur bisher beigetragen?“, sagte der 60-jährige Schriftsteller der Tageszeitung „Die Welt“ (Samstagsausgabe). Mosebach stimmt damit Unions-Fraktionschef Volker Kauder zu und widerspricht dem früheren Bundespräsidenten Christian Wulff. Letzterer hatte während seiner Amtszeit erklärt, der Islam sei ein Teil von Deutschland.

Das Grundgesetz fuße auf dem Christentum und der Aufklärung, fügte Mosebach hinzu. „Da gibt es kein einziges islamisches Element – woher sollte das auch kommen?“ Das könne sich allerdings durch Zuwanderung ändern. „Wenn die muslimischen Deutschen die kulturelle Kraft besitzen sollten, der deutschen Kultur islamische Wesenszüge einzuflechten, dann mag man in hundert Jahren vielleicht einmal sagen: der Islam gehört zu Deutschland.“  

Mosebach hält zudem die steigende Atheismus-Quote in Ostdeutschland für eine logische Folge der Reformation: „Tatsächlich ist es so, dass der Protestantismus, so wie er sich im Osten entwickelt hat, mit seinem Hang zur Säkularisierung fast notwendig zur Schwächung des Glaubens geführt hat. Sonst hätte der Kommunismus den Glauben dort nicht so nachhaltig zerstören können.“ Damit reagiert der bekennende Katholik auf eine am Donnerstag bekannt gewordene Studie, der zufolge beim Anteil gläubiger Menschen Ostdeutschland internationales Schlusslicht ist.

Dass ausgerechnet in der Region Deutschlands, in der die Reformation Luthers begonnen habe, immer weniger Menschen an Gott glaubten, habe „seine Logik“. Mosebach: „Deutschland ist immer ein geteiltes Land gewesen. Schon als es in die Geschichte eintrat, bestand es aus einem römisch beherrschten Teil und einem barbarisch gebliebenen Teil.“ Im Osten habe es schon vor der Reformation einen „antirömischen Affekt“ gegeben, der von Luther dann verstärkt worden sei. Die protestantische Staatsreligiosität und die Aufklärung hätten dann die Religion „Stück für Stück entkernt“.

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