Frankreich: Mehrere Tote bei „Schießerei“ vor jüdischer Schule

Toulouse – Am frühen Montagmorgen hat ein Mann in Toulouse vor einer jüdischen Schule auf Kinder und deren Eltern geschossen. Er eröffnete das Feuer um kurz nach acht Uhr. Der Mann war demnach auf einem schwarzen Motorroller unterwegs.

Nach übereinstimmenden Berichten französischer Medien wurden ein Religionslehrer und seine beiden Kinder getötet. Fünf Personen wurde demnach durch die Schüsse verletzt. Der Staatsanwalt Michel Valet sprach von „mehreren Toten“. Es sei unklar, ob die Opfer Erwachsene oder Kinder sind.

An allen Jüdischen Schulen Frankreichs wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Die Polizei setzt in Toulouse auf der Suche nach dem Täter Helikopter ein.

In demselben Teil der Stadt war vor gut einer Woche ein Fallschirmjäger von einem Unbekannten erschossen worden. Der Täter war ebenfalls mit einem Motorroller unterwegs. Wenige Tage später waren im 50 Kilometer entfernten Montauban zwei weitere Fallschirmjäger von einem Motorrollerfahrer erschossen worden. Die Polizei suchte in den vergangenen Tagen intensiv nach dem Täter. Die Armee wies die Soldaten an, nur noch in Zivil die Kasernen zu verlassen und verstärkte die Kontrollen.

Die Morde in Toulouse und Montauban waren mit derselben Waffe verübt worden, Kaliber 11,43 Millimeter, das häufig auch im Schwerkriminellen-Milieu verwendet wird. Nach einem Bericht des Fernsehsenders BFMtv waren die Patronenhülsen, die am Montagmorgen vor der jüdischen Schule gefunden worden, von einer Waffe gleichen Kalibers.

Die Ermittlungen wurden nach den ersten beiden Fällen bei der Staatsanwaltschaft in Toulouse zusammengelegt. „Es besteht unbestreitbar eine Verbindung zwischen beiden Fällen“, hatte Staatsanwalt Valet am Freitag gesagt.

Die drei getöteten Soldaten waren nordafrikanischer Abstammung, ein Soldat, der in Montauban lebensgefährlich verletzt wurde, ist Schwarzer. Die Einheiten, denen die Soldaten angehörten, sind regelmäßig in Afghanistan im Einsatz.

Frankreichs Innenminister Claude Guéant kündigte am Montagmorgen an, noch im Laufe des Tages in die Region zu reisen. Präsident Nicolas Sarkozy machte sich gemeinsam mit dem Chef der jüdischen Dachorganisation CRIF, Richard Prasquier, auf den Weg nach Toulouse.
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