Denkallergiker

Mit einem am Wochenende vom Tagesspiegel veröffentlichten Beitrag stürzt der einst gewiß ganz große deutsche Denker Wolfgang Pohrt seine Anhänger in tiefe Verzweiflung.

Gern würden sie ihr Idol gegen die Kritik Clemens Henis in Schutz nehmen, doch, welch Pech, “jetzt kann jeder Trottel auf ihn einprügeln”. Und in der Tat gibt Wolfgang Pohrt sich und sein “Denken” der Lächerlichkeit preis.

So empfiehlt er sich mit diesen Worten als Experte für islamischen Terrorismus:

“Mich interessieren diese Religionsbücher nicht. Ich will wissen, wie die Leute ticken, und das weiß ich. Nämlich so: Allah ist groß – aber ein Cadillac ist größer.”

Es sollte sich auch bis zu Wolfgang Pohrt herumgesprochen haben, daß Osama bin Laden zeitlebens nicht unter materieller Armut litt. Ein nicht gänzlich unbekanntes Online-Nachschlagewerk schreibt über den jungen Osama bin Laden dies:

“Schon früh besaß er mehrere Limousinen und Pferde.”

Für Osama bin Laden war Allah zweifellos sogar größer als zwei Cadillacs. Ähnliches gilt für seine “Crew”, jenes Kommando, daß am 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten mehr als 3.000 Menschen ermordete.

Mohammed Atta, einer der 9/11-Mörder, beispielsweise entstammte nach Angaben des schon erwähnten Nachschlagewerks, einer durchaus wohlhabenden Familie, die ihm nicht nur ein Studium ermöglichte.

“Atta wuchs in Kairo auf und schloss ein Architekturstudium mit einem Diplom ab. Danach zog er nach Deutschland und studierte unter dem Namen Mohamed el-Amir von 1992 bis 1999 Städtebau/Stadtplanung an der Technischen Universität Hamburg-Harburg; er beendete das Studium mit Abschlussdiplom als Diplomingenieur für Stadtplanung [..].”

Weder Armut noch ein Mangel an Bildung noch beides ließen Mohammed Atta zum Heiligen Krieger werden, der dem Cadillac denn auch sehr bewußt den Tod als “Märtyrer” vorzog. Sein Religionsbuch wies dem gutsituierten Mörder den Weg.

Auch andere Krieger führen ihren Heiligen Krieg nicht etwa, weil ihnen niemand einen Cadillac schenkte. In den Heiligen Krieg zieht vielmehr, wer keine materiellen Sorgen und eine überdurchschnittliche Bildung genossen hat:

“In a 2003 study in the Journal of Economic Perspectives, Alan Krueger and Jitka Maleckova reported the results of a post-9/11 survey of Palestinians. Asked whether there were ‘any circumstances under which you would justify the use of terrorism to achieve political goals,’ the higher-status respondents (merchant, farmer or professional) were more likely to agree (43.3 percent) than those lower down the ladder (laborer, craftsman or employee) (34.6 percent). The higher-status respondents were also more likely to support armed attacks against Israeli targets (86.7 percent to 80.8 percent). The same dynamic existed when education was taken into account.”

Und das ist ja durchaus auch logisch. In den Heiligen Krieg kann überhaupt nur ziehen, wessen Gedanken eben nicht um irdische Nöte sich drehen (müssen); für einen freilich mörderischen Idealismus hat ein Hungerleider schlicht keine Zeit.

“Ich will wissen, wie die Leute ticken, und das weiß ich”, behauptet Wolfgang Pohrt. Er will es tatsächlich nicht wissen, und noch weniger hat er eine Ahnung davon. Er will den Jihad und dessen Gefährlichkeit leugnen.

Vielleicht gibt es dafür ja einen Cadillac.

tw24

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