Muslimischer Terror besiegt die Redefreiheit: Schriftsteller Rushdie sagt nach Morddrohung Indien-Besuch ab

Wegen Morddrohungen hat der indisch-britische Autor Salman Rushdie seine Teilnahme am grössten Literatur-Festival Asiens abgesagt. Er werde nicht zu dem Fest im indischen Jaipur anreisen, erklärte Rushdie in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme.

Aus Geheimdienstkreisen sei er informiert worden, dass möglicherweise Attentäter auf dem Weg nach Jaipur seien, die ihn ins Visier nehmen wollten.

Ursprünglich war geplant, dass Rushdie, der durch sein Werk „Satanische Verse“ weltweit bekannt wurde, am Freitag die Eröffnungsrede des Festivals hält. Nun werde der 65-jährige Schriftsteller per Video-Übertragung zugeschaltet, erklärte der Festival-Leiter. Muslimische Gruppen hatten gegen Rushdies Teilnahme protestiert.

Nach der Veröffentlichung der „Satanischen Versen“ im Jahr 1988 war dem Autor eine Welle des Hasses in der muslimischen Welt entgegengeschlagen. Der frühere iranische Staatschef Ajatollah Chomeini warf ihm eine Beleidigung des Islam vor und verurteilte Rushdie mittels einer Fatwa zum Tode.

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