Ich sehe was, was Du nicht siehst: Das `Göttinger Tageblatt´ und der Mord an einer israelischen Studentin

Ohnehin ist der Antisemitismus aus landläufiger Sicht vielleicht nicht gerade die Schuld der Juden, aber zumindest basiert er auf deren Einbildung, so ähnlich wie der Holocaust, der natürlich nicht bloß Einbildung war, aber heute für die israelischen Zwecke „ausgeschlachtet“ wird; so „weiß“ es immerhin jede/r zweite Deutsche laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Uni Bielefeld.

Und so „weiß“ man es sicher auch in Göttingen, und anscheinend auch beim dortigen „Tageblatt“, und dort „weiß“ man es vielleicht sogar ohne die Anführungszeichen.

Zwangsläufig machte das „Göttinger Tageblatt“, in seiner Funktion als Zentralorgan der lokalen Stützen des „politischen“ Anstandes, ein Mordradau, als das deutsch-israelische Internetmagazin HaOlam sich erdeistete, die eingangs erwähnten Spekulationen von Arutz Sheva auch nur zu zitieren.

Eben jene Theorie, die davon sprach, dass es sich beim Mord an einer israelischen Studentin eben durchaus um ein Tötungsdelikt mit antisemtisch motiviertem Tathintergrund handeln könnte; ein Gedanke, der auf traurige Art naheliegend ist, sofern man die letzten Jahre nicht beim Nasepopeln verbracht hat, sondern vielleicht auch mal vom Massaker in Itamar gehört oder gelesen hat.

Davon abgesehen würde es selbstredend helfen, wenn man den Kopf nicht voller Sauerkraut hätte und die Gedanken nicht durch die Gulaschkanone schösse. Aber davon ist bei deutschen „Journalisten“ (m/w) wahrscheinlich nicht immer und unbedingt auszugehen, oder beim „Göttinger Tageblatt“.

Dieses jedenfalls ließ sich nicht lumpen, ging in bester aggressiver Abwehr zum Gegenangriff über, wie um ein neues Fallbeispiel für das Lehrbuch der klinischen Psychologie zu kreieren, und rächte sich, indem es eine Unterstellung erfand, die nur als freiwillig-unfreiwillige Selbstauskunft ernst genommen werden kann.

Nämlich: Die israelische Berichterstattung instrumentalisiert den schrecklichen Tod der Studentin zur Förderung des Rassismus und stachelt an zur Jagd auf eine Religionsgemeinschaft – der Vorwurf in nuce: rassistisch-religiöse Volksverhetzung.

Darauf plädierte die Redaktion des „Göttinger Tageblattes“, eine Publikation der „politisch“ bislang eher unauffälligen Madsack-Gruppe aus Hannover; die Göttinger Redaktion bewies ihre Expertise beim Thema Judentum und Naher Osten übrigens durch die Idee, das Kind eines arabischen (sic!) Vaters und einer jüdischen Mutter wäre zwangsläufig Moslem.

Eine Ansicht, die selbstverständlich bereits einer auch nur oberflächlichen halachischen Betrachtung nicht standhalten kann.

Nun wähnte das „Göttinger Tageblatt“, es hätte gut gebrüllt und jedes Ansinnen, in Deutschland gäbe es Antisemitismus, nicht nur weit von sich und den Seinen gewiesen, sondern auch noch einen diskursiven Gegenschlag gelandet: Rassismus wäre, so wie Arutz Sheva zu denken.

Dass es sich bei der Tat um „legitimen Widerstand“ gegen die „israelische Besatzung“ gehandelt haben könnte, ersparte man sich und seinen Lesern; es stellt sich lediglich die Frage, ob man in der Schreibstube des „Göttinger Tageblattes“ etwas zu bequem und selbstgefällig in dem sitzt, was Jan Pilipp Reemtsma einmal „Die Falle des Antirassismus“ genannt hat; in seinem Essay gleichen Namens.

Wie sich nun aber gestern herausgestellt hat, sucht die Göttinger Polizei einen Staatsbürger der Arabischen Republik Syrien als dringend Tatverdächtigen mutmaßlichen Mörder.
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