“Boko Haram” und Rudolph Chimellis Nebelkerzen

Wenn es um muslimischen Terror und/oder die Verfolgung von Christen geht, gibt es beim SZ-Iran-/Islam-/Nahost-Experten Rudolf Chimelli nur ein Denkschema: Der Westen ist selbst schuld. Das hat er vor genau einem Jahr – mit Bush als Ultra-Synonym für “Westen” – schon bewiesen, nachdem in der Neujahrsnacht in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria ein Anschlag moslemischer Terroristen [1] auf die koptische al-Qiddissin-Kirche wenigstens 21 Tote und 70 Verletzte forderte. Kollegin Jaspis hatte das seinerzeit ausführlich in einem Artikel aufgearbeitet [2]. Und nachdem es nun ein Jahr später wieder radikale Muslime waren, die Christen – diesmal in Nigeria – ermordeten (was nicht bedeutet, dass im dazwischen vergangenen Jahr keine Christen verfolgt oder ermordet worden wären [3]), ist auch Chimelli nicht weit, erneut seine Nebelkerzen über den Motiven der Täter zu entzünden. Und wie von ihm – und im Übrigen der Süddeutschen – nicht anders erwartet, ist ihm dazu auch das Mittel der Selektion und Auslassung von Fakten nicht peinlich. In seinem vermeintlich schonungslos aufklärenden Artikel …

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…etwa arbeitet er achtmal mit dem Begriff “Boko-Haram” als Bezeichnung für die moslemischen Terroristen (bei Chimelli: “Kämpfer” und “Kampf-Organisation”; im Gegensatz zu der Definition des Peace and Security Council der African Union (AU), dort eine der “major terrorist groups in Africa” [4]), ja übersetzt ihn sogar…

“‘Boko’ heißt in der Haussa-Sprache so viel wie ‘Schwindelei’, womit in diesem Fall westlicher Unterricht gemeint ist. ‘Haram’ bedeutet auf Arabisch ‘verboten’.”

…, aber erwähnt nie den tatsächlichen Namen der Terrororganisation. Der lautet nämlich Jama’atu Ahlis Sunna Lidda’awati wal-Jihad (”Anhänger der Verbreitung der Lehren des Propheten und des Heiligen Krieges”) und lässt deutlichere Schlüsse auf die Motivlage der Terroristen zu, als es wohl Chimelli lieb ist. Möglicherweise, und versuchen wir hier für einen Augenblick das Undenkbare zu denken, möglicherweise ist es nicht das “Feindbild korrupter Staat”, ist es nicht “der Westen”, sind es nicht “speziell westliche Erziehungsmethoden”, die den Terror verschulden, ja vielleicht war es noch nicht mal die “französische Kolonialzeit”, sondern vielleicht war und ist das Motiv die Lehre des Islam und der Hass, den sie den Tätern erlaubt. Undenkbar? Für die SZ und ihre Nebelkerzenwerfer: offensichtlich.
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suedwatch

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