Ostsee-Diplomatie

Ein Aufschrei geht durch die Welt, weil in der israelischen Hauptstadt Jerusalem der Bau durchaus benötigter 1.100 Wohnungen geplant wird und im übrigen bei Vorliegen berechtigter Einwände auch abgesagt werden kann. Einem ostzonalen Blatt, das in der Welt hoffentlich oder glücklicherweise niemand kennt, fallen solche natürlich nicht ein, sondern allerlei Unfug:

“Die Regierung Netanjahu – gespickt mit ultraorthodoxen Politikern – legt es offenbar darauf an, den Friedensplan auf Teufel komm raus zu torpedieren.”

Der von Benjamin Netanjahu angeführten und im Gegensatz zu den verschiedenen “palästinensischen” auch demokratisch legitimierten Regierung gehören in der Tat Minister an, die “ultra-orthodox” genannt werden könnten. “Gespickt” mit ihnen ist die israelische Regierung indes allenfalls im Ressentiment des Kommentators.

Vierzehn Minister stellt Benjamin Netanjahus Likud, mit ihm hat sein Kabinett also 15 dem bürgerlichen Lager zuzurechnende Mitglieder. Fünf Minister, darunter der für Landesverteidigung zuständige Ehud Barak, stellt die Neugründung Haatzma`ut, die sich in der politischen Mitte verortet.

Fünf weitere Minister werden von Israel Beteinu gestellt, während die ultra-orthodoxe Shas mit vier Ministern im insgesamt 30köpfigen Kabinet vertreten ist; ein Minister, Daniel Hershkowitz, gehört der national-religiösen Partei Habayit Hayehudi an, die ebenfalls als ultra-orthodox gilt. Diese fünf ultra-orthodoxen Minister bilden im Kabinet Netanjahu also eine Minderheit.

Und selbst diesen zu unterstellen, sie legten “es darauf [an]“, einen “Friedensplan auf Teufel komm raus zu torpedieren”, ist angesichts der Tatsache, daß die PA, also “die Palästinenser”, die sie zu vertreten vorgibt, so gar nichts vom jüngsten Plan des Nahost-Quartetts hält, eine Frechheit, für die der Ostsee-Zeitung jeder Anhaltspunkt in der Realität fehlt.

Während nun also in der Wahnwelt der Tageszeitung Wohnungsbaupläne einen von den “Palästinensern” längst abgelehnten “Friedensplan [..] torpedieren”, geht vom “palästinensischen” Mob, der kollektiv über Juden herfällt, offenbar keine irgendwie erwähnenswerte Gefahr für diesen “Friedensplan” aus.

Ebenfalls nicht erwähnens- und daher wohl begrüßenswert sind für die Ostsee-Zeitung zudem die jüngst verstärkten Bemühungen des “Palästinenserpräsidenten” Abu Mazen, mit der Hamas, die Gaza zu einer islamistischen Raketenabschußrampe gegen Israel entwickelt hat, eine “Einheitsregierung” zu bilden. Israel muß es offenbar ertragen, mit Raketen und suicide bombers terrorisiert zu werden.

Nein, für die Ostsee-Zeitung, für die Ahnungslosigkeit über die tatsächlichen Verhältnisse wohl Voraussetzung ist, einen Kommentar über Israel schreiben zu dürfen, “provoziert” die jüdische Demokratie mit Plänen, Wohnungen zu bauen, “geradezu die Wut der Palästinenser”, obgleich in keiner relevanten UN-Resolution eine “palästinensische” Verwaltung Jerusalems vorgesehen ist.

Was provozieren – und damit: rechtfertigen – eigentlich dumme Kommentare einer “Zeitung”?
tw24

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