“Palästinensischer” Traum

Maen Rashid Areikat, der in Washington die “palästinensische” Terrororganisation PLO vertritt, schrieb vor etwas mehr als einem Jahr einen empörten Brief an die Yale University, mit dem er sich über eine Konferenz beschwerte, die die damals an der Universität beheimatete Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA) ausrichtete und in deren Mittelpunkt arabischer und islamischer Antisemitismus stehen sollten.

Mit dieser Konferenz, so der “Palästinenser”, würde die Yale University “Rechtsextremisten und deren widerlichen Ansichten” eine Plattform bieten, es sei “zutiefst ironisch, daß eine Konferenz über Antisemitismus, die vorgibt, Haß gegen und die Diskriminierung von Semiten zu bekämpfen, sich der Dämonisierung von Arabern widmet”, die doch “selbst Semiten sind”.

Die Yale University erhörte die “Wissenschaftskritik” des “Semiten” Maen Rashid Areikat, dessen Briefkopf deutlich zeigt, wo “Palästinas” Grenzen sein sollen, und verbannte im Sommer die YIISA vom Campus.

Nun hat sich Maen Rashid Areikat, “Palästinenser”, “Semit” und Araber, als PLO-Repräsentant erneut zu Wort gemeldet:

“During a breakfast briefing hosted by the Christian Science Monitor on Tuesday, Palestinian Ambassador to the United States Maen Rashid Areikat reiterated his call to create a Jew-free Palestinian state.

‘Well, I personally still believe that as a first step we need to be totally separated, and we can contemplate these issues in the future,’ he said when asked by The Daily Caller if he could imagine a Jew being elected mayor of the Palestinian city of Ramallah in a future independent Palestinian state.”

Während einem israelischen Politiker, der eine Ausweisung der arabischen Bevölkerung Israels auch nur vorsichtig erwägen würde, weltweite Aufmerksamkeit und Verdammnis wohl sicher wären, nimmt von der Ankündigung einer ethnischen Säuberung durch einen “palästinensischen Diplomaten”, der demnächst einen judenreinen Staat vertreten möchte, bezeichnenderweise praktisch niemand Notiz.

Doch davon abgesehen blamiert Maen Rashid Areikat mit seinen jüngsten Äußerungen ganz trefflich seine eigene Protestnote an die Yale University und damit eben diese, ließ sie sich doch offenkundig von jener beeinflussen. Wie paßt nämlich die Forderung nach einem judenreinen “Palästina” zwischen Jordan und Mittelmeer zu der Aussage, Araber“Palästinenser” seien doch auch nur “Semiten”?

Antisemitismus, das ist eigentlich eine Binsenweisheit, richtet sich gegen Juden. Und Kritik am Antisemitismus richtet sich gegen Antisemiten, nicht pauschal gegen Araber oder “Palästinenser”. Daß es indes “palästinensischen” Antisemitismus ebenso gibt wie islamischen, das macht Maen Rashid Areikats Vision von einem judenreinen “Palästina” deutlich, die zugleich dessen Gefährlichkeit belegt.

Es wäre an der Zeit, daß die Yale University bei Charles Small, dem Gründer der YIISA, und allen Mitstreitern dieser Initiative um Entschuldigung dafür bittet, eines Antisemiten Wunsch erfüllt zu haben.
tw24

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