Lustich!

Es ist erst ein paar Tage her, da kredenzte uns eine ehemalige BILD-Praktikantin, nun auf der Soldliste der Süddeutschen stehend, ihre Schuldigen des Verbrechens in Norwegen: die “Szene” der Islamkritiker und Rechtspopulisten in Deutschland [1]:

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Tenor: Wer “in seinen Thesen nicht zwischen Islam als Religion und Islamismus als extremistische Variante des politischen Islams” unterscheide, “Ängste vor Über- fremdung” schüre und “europakritische Äußerungen” in die Welt setze, der brauche sich nicht zu wundern, über die Taten eines Anders Behring Breivik. Als Zeugen für dieses Konglomerat an unreflektierten, an den Haaren herbeigezogenen Allgemein- plätzen dienen Kathrin Haimerl dabei so seriöse “Fachleute” wie die Medienpädagogin vom Erlanger Institut für Medienverantwortung, Sabine Schiffer [2], welche die Deutschen in Interviews mit dem Staatsfunk des Menschenrechts- wahrers Iran (!) gern auch mal als “30 Jahre Gehirngewaschene” bezeichnet [3].

Damit nicht genug, präsentiert Haimerl, die selbsternannte Ursachenforscherin des Norwegen-Attentats, eine Auswahl von Schuldigen, von Freiheit-Gründer René Stadtkewitz über den niederländischen Politiker und Vorsitzenden der Partij voor de Vrijheid, Geert Wilders bis zum Bremer Bürger in Wut-Gründer Jan Timke. Und liefert diese mit ihrer kaum verhüllten Hetze – der eigenen Kausalitäts-Theorie folgend – unmittelbar ans Messer. Der Mord an Theo van Gogh und das Attentat auf Kurt Westergaard lassen grüßen.

Aber nicht nur angesichts Haimerls Text drängt sich der Eindruck auf,  Kausalitäten würden bei der Süddeutschen nur dort erkannt, wo man ihre Missachtung dem politischen Gegners ankreiden kann. Lässt sich damit Geld verdienen, fallen im Hause SZ mal wieder alle Hemmschwellen. So zu beobachten heute, wo in einem lustichen Videoclip eine Fußballmannschaft gezeigt wird, die wild auf einen Schiedsrichter einprügelt. Zum Gaudium der Betrachter begleitet von einem launigen Kommentar und – bei gleichzeitig etwas höherer Abspielgeschwindigkeit – untermalt von Opas Kintopp-Musik:

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Die Folgen etwa für den ohnehin schon von explodierenden Gewaltexzessen geplagten Amateurfussball: Scheißegal. Wissenschaftler und Verantwortliche sehen das naturgemäß etwas anders:

“In der Hauptsache werden die von der TV-Berichterstattung vermittelten und hervorgehobenen Unsportlichkeiten, Respektlosigkeiten gegenüber Schiedsrichtern und nachträgliche öffentliche Infragestellungen von Schiedsrichterentscheidungen, an denen sich oft auch Vereinsoffizielle beteiligen, angeführt. Die per Bildschirm vermittelten Unsportlichkeiten werden am nächsten Spieltag in den Amateurligen – vor allem bei Jugendspielen – sofort ‘umgesetzt’.” (H.-Georg Lützenkirchen, Autor von “Aggression und Gewalt im Amateurfussball – Wahrnehmungen und Einschätzungen aus der Praxis”)

Was kümmerts die Süddeutsche.
suedwatch

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