„Heiliger Krieger“ aus Neumünster verhaftet

Er gab sich den Namen „Isa Al-Khattab“, bedrohte den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde in Pinneberg mit dem Tod und suchte über seine Internetplattform „Islamic-Hacker-Union“ Kämpfer und Selbstmordattentäter für politische Gewalttaten.

Jetzt hat die Bundesanwaltschaft den deutschen Konvertiten Harry M. (19) aus Neumünster festnehmen lassen. Beamte des Kieler Landeskriminalamtes brachten ihn nach Karlsruhe, wo der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ihm am Mittwoch den Haftbefehl eröffnete. Staatsanwalt Marcus Köhler von der Bundesanwaltschaft: „Der Beschuldigte wird verdächtigt, mit sechs Propagandavideos Mitglieder für die terroristischen Vereinigungen ‚Islamische Bewegung Usbekistan‘ und ,Islamischer Staat Irak‘ geworben zu haben.“

Der Computer-Spezialist ohne Schulabschluss, der in Pinneberg aufwuchs, soll die Internetplattform „Islamic-Hacker-Union“ seit Dezember 2010 betrieben haben. Ermittler stuften sie als eine der brisantesten deutschsprachigen Internetseiten für islamische Propaganda ein. Laut Generalbundesanwalt soll Harry M. von Februar bis April 2011 mit 70 Text- und Videobeiträgen den „Heiligen Krieg“ verherrlicht haben. Zeitweise sollen auch Anleitungen zur Sprengstoffherstellung abrufbar gewesen sein. Staatsanwalt Köhler: „Zweck seiner Aktivitäten war es, Besucher seiner Internetplattform zu radikalisieren und zu ideologisch motivierten Gewalttaten zu verleiten.“ Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kieler Landeskriminalamt, das Harry M. bereits beobachtete.

M. war mit 17 Jahren nach einer Drogenkarriere zum Islam konvertiert und Stammgast der im August 2010 wegen Terror-Verdachts geschlossenen Taiba-Moschee in Hamburg. In seiner Heimatstadt Pinneberg besuchte er die Al-Sunna-Moschee, in der sich die besonders radikalen Salafisten getroffen haben sollen. Als der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Pinneberg, Wolfgang Seibert, einen Auftritt des Rappers und islamistischen Predigers Deso Dogg in der Mosche kritisierte, stellte Harry M. ein rot durchgestrichenes Foto von Seibert auf seine Internetseite, drohte: „Pass auf, dass Allah dich nicht schon im Diesseits straft mit dem Tod.“

Die Moschee in Pinneberg wurde inzwischen geschlossen, nachdem der Mietvertrag nicht verlängert worden war.

Unterdessen haben sich Union und FDP in Berlin darauf verständigt, die Anti-Terror-Gesetze zu verlängern.
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