Mitt Romney, republikanischer Herausforderer des amtierenden Liars in Chief, hat in der vergangenen Woche ein “traditionelle[s] Gebot amerikanische[r] Politik” gebrochen, wie die Welt meldet und vermutlich auch glaubt:
“Zu den traditionellen Geboten amerikanischen Politik zählt, dass der Präsident nicht von der Opposition kritisiert wird, wenn er im Ausland weilt oder wenn Amerika selbst angegriffen wird. Mitt Romney brach dieses Gebot, als er am Dienstagabend um 22.09 Uhr Ostküstenzeit ein Statement veröffentlichen ließ, das Obamas Regierung ‘schändliches’ Verhalten in der Krise in Ägypten und Libyen vorwarf.”
In der Tat wurde am vergangenen Dienstag und seither immer wieder Amerika angegriffen. In Ägypten stürmte ein Mob, der von der “Partei” des ägyptischen Präsidenten, den Muslimbrüdern, unterstützt wurde, die US-Botschaft.
Im libyschen Benghasi attackierten Islamisten die dortige US-Vertretung mit Raketen und Mörsern und ermordeten unter bisher noch nicht geklärten Umständen Botschafter Christopher Stephens und weitere Beamte.
Die US-Botschaft in der ägyptischen Hauptstadt hatte auf ihrer Website einen (mittlerweile entfernten) Kommentar veröffentlicht, der vor allem ein Angriff war auf die amerikanische Verfassung und mit keinem Wort islamistische Gewalttäter erwähnte.
“The Embassy of the United States in Cairo condemns the continuing efforts by misguided individuals to hurt the religious feelings of Muslims – as we condemn efforts to offend believers of all religions.”
Als sie später an diesem Tag die Ermordung eines Botschaftsmitarbeiters in Benghasi bestätigte, verurteilte US-“Außenministerin” Hillary Clinton zwar die Tat, ganz ausdrücklich jedoch nicht die Täter:
“I condemn in the strongest terms the attack on our mission in Benghazi today. [..] We are heartbroken by this terrible loss. Our thoughts and prayers are with his family and those who have suffered in this attack.”
Eine Minute später, heißt es, erschien Mitt Romneys statement. Und es war kein Fehler. Denn es weist zurecht auf das Versagen der US-Außenpolitik hin, das noch immer andauert.
Barack Hussein Obamas Regierungssprecher Jay Carney etwa hatte noch am Freitag nur eine Botschaft zu verkünden, das tat er dafür aber so oft es ging, wie Alana Goodman berichtet:
“The unrest around the region has been in response to the video. [..]
The cause of the unrest was a video. And that continues today, as you know, as we anticipated. And it may continue for some time. [..]
The unrest we’ve seen is a reaction to a film with which the U.S. government has had no involvement, which we’ve denounced as offensive.”
Selbst nachdem es als sehr wahrscheinlich gilt, daß die Angriffe in Benghasi alles andere waren als ein “spontaner Wutausbruch”, hält die US-Regierung daran fest, daß ein Film verurteilenswerter ist als islamistischer Terror.
“The Obama administration does not want to talk about terrorism, because it wants to pretend it defeated terrorism by killing Osama bin Laden.”
Und indem sie bei YouTube um eine “Prüfung” des Films nachsuchte, mithin also um dessen Löschung, bestätigt die amtierende US-Regierung diesen Verdacht auf peinlich eindrucksvolle Weise.
Al-Kaida und andere Islamisten greifen seit Dienstag organisiert diplomatische Vertretungen der Vereinigten Staaten an. Doch statt die Werte ihrer Verfassung zu verteidigen, tritt die US-Regierung selbst sie mit Füßen.
Mitt Romney ist gewiß kein fehlerfreier Präsidentschaftskandidat. Wo er richtig liegt, da liegt er indes völlig richtig.








