Der Deutschen Außenministerdarsteller Guido Westerwelle will, meldet der Staatsfunk, “zum Abschluss seiner Nahostreise” sich mit Salam Fayyad treffen und mit ihm den “Wunsch der Palästinenser nach einem eigenen Staat” besprechen.
Über den Inhalt der Gespräche, die Guido Westerwelle zuvor mit Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident Israels, führte, stellt derweil Haaretz Mutmaßungen an, die die Staatsfunker prompt weitergeben:
“Israel strebt offenbar eine engere Abstimmung mit Berlin bei deutschen Rüstungsgeschäften in der arabischen Welt an. [..] Ziel sei ein regelmäßiger Austausch über geplante Waffenexporte, um die Überlegenheit der israelischen Streitkräfte zu sichern.”
“Palästinenserpräsident” Abu Mazen, auch das erfährt der Konsument des Staatsfunks, “will bei der UNO-Generalversammlung Ende September die Aufnahme Palästinas als Nicht-Mitglied der Vereinten Nationen beantragen.”
Dieses “Palästina”, das allerdings hat sich bis nach Köln noch nicht herumgesprochen, hat in der Nacht erneute die jüdische Demokratie mit Raketen angegriffen: “Palestinian terrorists from the Gaza Strip fired two Grad rockets into Israel overnight Saturday, damaging two buildings in Netivot and lightly injuring seven civilians.”
Niemals gehört wurde in (und aus) Köln ebenfalls, daß Human Rights Watch, eine nicht gerade als pro-israelisch verrufene “NGO”, kürzlich Salam Fayyads “Regierung” ein Verhalten bescheinigte, das diese nicht sonderlich ehrt:
“From January 2009 to July 2012, the Independent Commission for Human Rights (ICHR), the official Palestinian human rights ombudsman, received 584 complaints of torture and cruel, inhuman, and degrading treatment by Palestinian security forces in the West Bank [..]. Of the 109 alleged cases of abuse reported in 2012, 62 were by civil police investigators.
Human Rights Watch has not uncovered information about a single case in which a Palestinian security official has been judicially punished for serious abuses, including torture and denial of medical treatment that caused death. In one case, security officials were prosecuted for abuses involving a death in detention from torture. All were acquitted.”
Es ist wohl nicht davon auszugehen, daß Außenministerdarsteller Guido Westerwelle seinen “palästinenischen” Gesprächspartner, der für sich beansprucht, auch Gaza zu repräsentieren, auf Raketenangriffe ansprechen wird und auf dessen – auch von Deutschland finanzierten – “Rechtsstaat”.








