Südafrikanische Universität distanziert sich vom Studenten-Boykott gegen Israel

Die Witwatersrand Universität in Südafrika, hat sich von einer Entscheidung der Studentenverbindung Israel zu boykottieren distanziert.

In einer am Montag veröffentlichten Erklärung teilte das Executiv-Committee der Uni mit, es teile die am 31. August verabschiedete Initiative des Studentenvertreter Rates nicht, der für einen akademischen und kulturellen Boykott Israels und für die weitere Unterstützung der jährlichen Israel Apartheid Woche augerufen hatte.

”Das Executiv-Committee der Universität von Witwatersrand, in Johannesburg, distanziert sich von den Ansichten und Meinungen, die durch den Fachschaftsrat in Bezug auf einen Boykott von Israel zum Ausdruck gebracht wurde”, ist in der Stellungnahme zu lesen. “Wir respektieren die verschiedenen Ansichten aller Mitglieder (dh. der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Absolventen) unabhängig von ihrer Rasse, Religion, Geschlecht, Kultur, Sprache, Ideologie, sofern sie nicht die Grenzen in unserer Verfassung expliziert überschreiten. Aus unserer Sicht ist die Vielfalt der Menschen, Programme und Ideen eine der größten Stärken, die das Studium an der Wits zu einer bereichernden Erfahrung macht.”

Die südafrikanische Vereinigung jüdischer Studenten begrüßte die Erklärung aus dem Vorstand. Unions-Vorsitzender Daniel Katzew, bedauerte die Fachschaft am Montag für ihre Entscheidung und nannte sie ”einen Teufelskreis und eine einseitige Entscheidung entgegen aller Debatten und Diskussionen rund um den israelisch-palästinensischen Konflikt.”

Die Entscheidung des Executiv-Committee der Universität, repräsentiert keineswegs die Mehrheit der Studierenden an der Wits sagt Katzew.

Redaktion IsraelNachrichten

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Eine Antwort zu Südafrikanische Universität distanziert sich vom Studenten-Boykott gegen Israel

  1. abumidian schreibt:

    Ich lebe hier in Israel und bin kein Fan von BDS, aber zum Teil befürworte ich Boykottmaßnahmen gegen den israelischen Staat und das israelische Kapital. Leider müssen wir selber hier zugeben: Dieser Staat wird sich nicht mehr am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, in dem er seit Jahrzehnten steckt. Zu diesem schmerzenden Schluss kam ich zu Beginn der 2. Intifada, und trotzdem lebe ich noch hier und hoffe auf bessere Zeiten für alle arbeitenden Menschen (und diejenige, die arbeiten wollen) in diesem Land. Der Internationale Gerichtshof hat sich im Jahr 2004 deutlich gegen die Mauer ausgedrückt. Trotzdem ist auch auf internationaler Ebene nichts geschehen. Die Boykottbewegung hat sich als Reaktion auf dieses Urteil Im Haag formiert. Natürlich ist es wichtiger, den Kauf von Flugzeugen und Panzern zu verhindern, als von Bananen. Das Argument, ein Boykott schwäche die palästinensischen Arbeiter, ist nicht sehr stark. Ich als israelischer Bürger und Konsument und Arbeitnehmer bin ja auch davon betroffen, trotzdem überzeugt es mich nicht. Aus dem gleichen Grund müsste man gegen jede Abrüstung sein.
    Peter Brook hat die Aufführung seiner Produktion im Kameri-Theater in Tel-Aviv abgesagt. Daraufhin reagierte der Kameri-Intendant in einer israelischen Zeitung. Hier meine Antwort zur Reaktion von Omri Nitzan auf Peter Brook

    http://abumidian.wordpress.com/deutsch/nicht-in-unserm-namen/brook/

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