Frankfurter Werte

Kommt die Stadt Frankfurt nicht noch zwischenzeitlich zur Besinnung, wird sie am 11. September ihren nach Theodor W. Adorno benannten Preis an die Philosophin und Literaturwissenschaftlerin Judith Butler mit der Begründung verleihen, diese sei “eine der maßgeblichen Denkerinnen unserer Zeit”.

Das Engagement der maßgeblichen Denkerin gilt dabei erstaunlich oft Israel, und dessen erklärte Feinde dürfen ihrer Sympathien gewiß sein, wie Judith Butler in einer jüngst auf einem “israelkritischen” Portal veröffentlichten Erklärung erneut beweist, mit der sie auf einen Beitrag der Jerusalem Post antworten will.

Benjamin Weinthal hatte in seinem Artikel verschiedene Kritiker der Preisverleihung zu Wort kommen lassen, darunter die Scholars for Peace in the Middle East (SPME), die Judith Butler vorwerfen, sie unterstütze die US Campaign for the Academic & Cultural Boycott of Israel (USACBI), eine Partnerorganisation der “palästinensischen PACBI.

Die Erwiderung Judith Butlers ist nicht einmal ein schlechter Witz. Nachdem sie einräumt, die Kritik an ihrer Unterstützung kultureller und akademischer Boykotte Israels sei “teilweise” berechtigt, erläutert sie, “for me, BDS means that I oppose investments in companies that make military equipment whose sole purpose is to demolish homes.”

Wie sie es mit military equipment hält, dessen Zweck das Ausschalten feindlicher Kombattanten ist, verrät Judith Butler nicht, doch gewichtiger ist hier die Frage, was ihre Unterschrift, hat sie nur ein Problem damit, daß Israel sich auch militärisch seiner Feinde erwehren will, auf einer Seite zu suchen hat, die zum einem akademischen Boykott aufruft.

Einen solchen Boykott(versuch) erlebt in der Realität derzeit Sari Nusseibeh, Präsident der “palästinensischen” Al-Quds University, der meint, die Freiheit von Wissenschaft beinhalte auch eine Kooperation mit israelischen Hochschulen, die sogar in Deutschland als fördernswert angesehen wird:

“Palestinian academics on Tuesday published a statement strongly criticizing Nusseibeh for being part of a German-sponsored Israeli-Palestinian academic project aimed at enhancing understanding between different cultures. [..]

The academics denounced the project as a form of normalization with Israel and pointed out that cooperation between Israeli and Palestinian academics was in violation of a ban issued by the Palestinian Council for Higher Education.”

Was indes für Berlin eine finanzielle Unterstützung wert ist, wird in Frankfurt offenbar abgelehnt. Denn dort soll ja Judith Butler geehrt werden, Unterstützerin eines “Academic & Cultural Boycott of Israel”. “Die Stadt Frankfurt am Main”, lobt diese sich, wisse sich Theodor W. Adorno “besonders verpflichtet”:

“Mit seinem Namen verbindet sich die Vorstellung von liberalem, aufklärerischem Geist [..].”

An Judith Butlers Engagement für antisemitische Initiativen ist nichts liberal und nichts aufklärerisch. Ehrt Frankfurt sie, ist das ein Angriff auf “palästinensische” Akademiker wie Sari Nusseibeh. Und es ist eine Ohrfeige für zahlreiche “Palästinenser”, die gerade sich für ein Studium an einer israelischen Universität bewerben:

“The number of young East Jerusalem Palestinians wanting to study in Israeli universities is rising rapidly. As a result, the number of East Jerusalem residents registering for Israeli matriculation exams has risen by tens of percent, Education Ministry officials estimate. “

Für die “palästinensische Zivilgesellschaft”, an deren Seite Judith Butler sich stellt, sind all diese angehenden Akademiker Verräter, ist ein Studium an einer israelischen Universität doch zweifellos eine “Form von Normalisierung” und ein Affront gegenüber “local and international campaigns promoting academic boycotts of Israel”.

Mit einer Preisverleihung an Judith Butler verrät die Stadt Frankfurt nicht nur Theodor W. Adorno, sie unterstützte in der Tat Antisemitismus. Theodor W. Adorno, schreibt Clemens Heni, “told us that antisemitism has to be fought and not to be awarded!” Bis in die hessische Metropole hat sich diese Erkenntnis offensichtlich noch nicht herumgesprochen.

tw24

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